Handball-Verbandsliga: NachStartschwierigkeiten gewinnt Haan ungefährdet beim TV Ohligs. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Tiedermann hatte dem Druck, gewinnen zu müssen, stand gehalten.

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Willi Goldau steigerte sich wie die gesamte Haaner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Er war mit neun Treffern bester Schütze seines Teams.

Willi Goldau steigerte sich wie die gesamte Haaner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Er war mit neun Treffern bester Schütze seines Teams.

Stefan Fries

Willi Goldau steigerte sich wie die gesamte Haaner Mannschaft in der zweiten Halbzeit. Er war mit neun Treffern bester Schütze seines Teams.

Haan. Nach dem Schlusspfiff am Sonntagabend rissen die Verbandsliga-Handballer von Unitas Haan ihre Arme in die Höhe. Sie hatten gerade nicht nur den OhligserTV mit 34:28 (14:11) besiegt, sondern auch - nach zehn Spieltagen auf Platz zwei und drei - wieder die Tabellenführung übernommen. Ebenso wichtig:

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Tiedermann hatte dem Druck, gewinnen zu müssen, stand gehalten. Ermöglicht worden war ihnen der Sprung an die Tabellenspitze nur, weil die Konkurrenz um den Oberliga-Aufstieg, ME-Sport und SGLangenfeld, einen Abend zuvor nur Unentschieden gespielt hatte.

In der ersten Halbzeit verwarf Unitas 18 Bälle

Dabei schien Haan in Solingen diese Chance zunächst nicht nutzen zu können. Die Mannschaft wirkte gehemmt und verkrampft, leistete sich allein in Halbzeit eins 18 Fehlwürfe. Der Ohligser Trainer Andreas Brüser hatte auf den Überraschungs-Effekt gesetzt und damit zunächst Erfolg: Der A-Jugendliche Jonas Isenburg debütierte auf Linksaußen und traf insgesamt achtmal.

Ohligs setzte sich bis zur elften Minute auf 6:3 ab. "Die Jungs haben sich mit Blick auf die Tabellenführung wohl selber unter Druck gesetzt", lautete die Erklärung des Unitas-Trainers. Bis zur 16. Minute glich Haan auf 6:6 aus und zog bis zur Pause auf 14:11 davon.

In der zweiten Halbzeit hatte sich die Blockade der Unitas-Spieler endgültig gelöst: Über 18:13 und 28:18 steuerte der Gast ungefährdet dem 16. Saisonsieg entgegen. Vor allem Willi Goldau zeigte nach einer schlechten Halbzeit eine starke Leistung und traf neunmal.

"Die Abwehr konnte sich in diesem Spiel wieder steigern und ließ erst in der Schlussphase etwas nach", sagte ein zufriedener Jürgen Tiedermann, der in der jüngeren Vergangenheit immer wieder die Defensivleistung bemängelt hatte.

Und das, obwohl André Schmalbuch nach seiner zweiten Zwei-Minuten-Strafe in der 16. Minute nur noch im Angriff eingesetzt wurde. Seinen Part in der Abwehr übernahm Dennis Hahn mit Bravour.

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