Im Derby gegen den Tabellenletzten Erkrath feiert der TVR einen 32:28-Erfolg.

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Auf dem Sprung ins gesicherte Mittelfeld sind die Handballer des TV Ratingen (l.: Julian Schweinsberg).

Auf dem Sprung ins gesicherte Mittelfeld sind die Handballer des TV Ratingen (l.: Julian Schweinsberg).

Stefan Fries

Auf dem Sprung ins gesicherte Mittelfeld sind die Handballer des TV Ratingen (l.: Julian Schweinsberg).

Kreis Mettmann. Handball-Verbandsligist TV Ratingen ist mit einem Erfolgserlebnis in das neue Jahr gestartet. Gegen den Tabellenletzten TuS Erkrath gewannen die Gastgeber mit 32:28 (16:14). Ein verdienter und wichtiger Sieg, aber kein Grund zum Jubeln – meinte Trainer Sven Esser: „Wir haben ein Spiel gewonnen, was wir gewinnen mussten. Nun sind wir in ruhigerem Fahrwasser und können nach vorne schauen.“

Momentan ist das Team von Coach Esser auf dem achten Tabellenplatz, und es kann noch weiter nach oben gehen: „Wir spielen jetzt gegen Ohligs und im Nachholduell bei den Bergischen Panthern. Wenn wir da zwei Siege einfahren können, dann haben wir eine passable Hinrunde absolviert“, sagte der Trainer. Vor allen Dingen das Gerede um einen möglichen Abstiegskampf wäre dann endgültig vorbei und sogar ein Platz unter den besten Sechs möglich.

Schlusslicht steht im Nachholspiel unter Druck

Am Dienstag trifft der TuS Erkrath in einem Nachholspiel um 20.30 Uhr in der Halle Karlstraße auf den Tabellenvierten TSV Aufderhöhe, der sich am Wochenende souverän gegen den TV Ohligs durchsetzte und für die Frank-Schützlinge eine harte Nuss darstellen dürfte. „Nach der Niederlage in Ratingen und den Erfolgen der Konkurrenz aus Cronenberg und Rade ist der Druck jetzt natürlich noch größer“, sieht der Coach sein Team bei bereits vier Punkten Rückstand auf das rettende Ufer in der Pflicht.

Die Handballer des TuS Lintorf mussten im Kampf um den Aufstieg einen Rückschlag hinnehmen. Das Team von Lars Biermann kam gegen den TV Angermund nicht über ein 33:33 (17:18)-Unentschieden hinaus und konnte somit zum ersten Mal nach knapp drei Monaten keinen Sieg einfahren.

Dementsprechend gedrückt war auch die Stimmung: „Das Ergebnis ist definitiv enttäuschend für uns“, sagte Biermann. In den vergangenen Spielen hatte der Trainer auch immer wieder die Konstanz seines Teams bemängelt – nun sollten sich die Nachlässigkeiten zum ersten Mal rächen.

Schwaab, Zuchowski – Jochems (8), T. Beckmann (5), M. Beckmann (5), Gloyna (4), C. Schweinsberg (4), van den Berg (3), Gorris (1), Heimes (1), J. Schweinsberg (1)

Erkrath Jurisic, Bily - Corchia (8/3), Löring (1), Töller (2), Hänning, Haberzettl, Cöllen (1), Mittelstädt, Bosnjak (7), Schmidt (1), Tietje (1), Hasan-Zada (7)

„Wir kamen in der ersten Halbzeit wieder gar nicht ins Spiel. Dann wurde es besser. Aber wenn man sieben Minuten vor Schluss mit zwei Toren führt, darf das Spiel nicht mehr verloren gehen“, sagte Biermann. Da die SG Langenfeld einen deutlichen Sieg feierte, ist der Abstand wieder auf vier Punkte angewachsen. Das Nachholspiel gegen Unitas Haan muss somit unbedingt gewonnen werden.

Unitas Haan schlägt Wuppertal 39:27

Jörg Müller, der neue Coach des Handball-Verbandsligisten Unitas Haan, hatte bestimmt auch schon angenehmere Zeiten in seiner Trainerkarriere erlebt: Er übernahm am 1. Januar den Job von Jürgen Tiedermann, der lediglich zwei Spiele in dieser Saison sieglos blieb, und soll nun die Mannschaft noch erfolgreicher machen – kein einfaches Unterfangen.

Somit wird ihm wahrscheinlich ein großer Stein vom Herzen gefallen sein, als sein Team den Sechstplatzierten LTV Wuppertal mit 39:27 (16:10) auswärts besiegte.

Das Ziel, am Ende den zweiten Platz zu belegen und die Chance auf die Relegation zu haben, ist wieder näher gerückt. Wichtig wird vor allen Dingen das Nachholspiel gegen TuS Lintorf, der sich mit drei Punkten Vorsprung auf dem ersehnten Relegationsplatz befindet. Dies dürfte dann auch die Feuertaufe für den neuen Coach sein: Wenn er siegreich sein sollte, wären die Turbulenzen um den Trainerwechsel erst einmal vergessen.

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