Die Wülfrather starten mit einer 34:38-Niederlage gegen TuSEM Essen II in die Oberliga-Rückrunde.

Überragender Mann in einem guten Wülfrather Team: Moritz Blau erzielte gegen TuSEM EssenII 14 Tore.
Überragender Mann in einem guten Wülfrather Team: Moritz Blau erzielte gegen TuSEM EssenII 14 Tore.

Überragender Mann in einem guten Wülfrather Team: Moritz Blau erzielte gegen TuSEM EssenII 14 Tore.

Archiv Simone Bahrmann

Überragender Mann in einem guten Wülfrather Team: Moritz Blau erzielte gegen TuSEM EssenII 14 Tore.

Wülfrath. Mit einer Schweigeminute für den am Samstag verstorbenen Nationalspieler Oleg Velyky, der viele Jahre für TuSEM Essen in der Bundesliga aktiv war, begann die Oberliga-Begegnung zwischen dem TB Wülfrath und Gastgeber Essen.

Am Ende stand der Turnerbund nach der 34:38 (14:22)-Niederlage zwar mit leeren Händen da, dürfte aber nach der besten Saisonleistung reichlich Selbstvertrauen für die weiteren Aufgaben getankt haben. "Es geht doch. Wenn sich meine Spieler an die Vorgaben halten, dann ist eine solche Leistung auch möglich", sagte Wülfraths Trainer Jurek Tomasik und blickt nach dem Spiel optimistisch in die Zukunft.

Essen hatte sich mit einigen Erstligaspielern verstärkt

Seine Mannschaft hat in der Tat gezeigt, was sie zu leisten im Stande ist. Angeführt von einem überragenden Moritz Blau (14Treffer) spielte der TBW endlich einmal guten Handball und überzeugte als geschlossene Einheit gegen eine Essener Mannschaft, die gespickt war mit Spielern aus dem Bundesliga-Kader.

Dabei sah es nach 17 Minuten aus, als bahne sich ein weiteres Debakel an. Florian Lepper erhielt nach drei Zeitstrafen die Rote Karte. Bis dahin lag der TBW mit nur einem Tor in Rückstand. Zur Pause wuchs dieser auf acht Tore an, und die wenigen Wülfrather Fans in der Halle mussten einen Einbruch in der zweiten Halbzeit befürchten.

Energie hatten die Wülfrather anscheinend noch genug. Mit dem Pausenpfiff lagen bei einigen wohl die Nerven blank. Der als Hitzkopf bekannte Marcel Gerard geriet mit seinem Torwart Sebastian Balkhaus lautstark aneinander.

Wülfrath kämpfte sich bis auf zwei Tore an Essen heran

Geske, Balkhaus - Horscht, Blau (14/4), Sorgnit, Lepper (3), Horn (1), Hinkelmann (7), Teermann (3), Krohm (3), Ehlhardt (1), Metz (1/1), Gerard (1)

"Wir wussten, dass wir uns keine weiteren Undiszipliniertheiten leisten durften. Daher haben wir uns vorgenommen, in der zweiten Halbzeit spielerisch zu glänzen", sagte Tomasik. Während es zu Beginn der Begegnung noch oft hilflos aussah, wie Wülfraths Offensive verzweifelt versuchte, Lücken in Essens Abwehr zu finden, gelang es nun immer besser, den Nebenmann gekonnt in Szene zu setzen.

Immer wieder war es Blau, der die Verantwortung übernahm. Mit Philipp Hinkelmann hatte er einen starken und treffsicheren Rückraumakteur an seiner Seite. Beide setzten zudem Marco Krohm am Kreis in Szene. Tor um Tor wurde aufgeholt.

Knapp zwei Minuten vor Ende waren es nur noch zwei Tore (33:35). Letztlich hatte Essen mit Pasqual Tovornik einen Spieler in seinen Reihen, der einfach nicht zu bremsen war. "Der Junge ist stark. Ihn zu blocken war fast unmöglich", erkannte auch Tomasik.

Nach 60 Minuten war die Enttäuschung des TBW groß. Grund, die Köpfe hängen zu lassen, haben die Spieler aber auf keinen Fall. Die Leistung war beeindruckend und ein Beweis: Auch mit einer Niederlage kann man die eigenen Anhänger begeistern. Tomasik fordert seit Wochen den richtigen Willen, die richtige Einstellung - in Essen hat er von seiner Mannschaft genau diese Dinge bekommen.

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