Der Turnerbund Wülfrath ist dem TVR im Kellerduell ganz klar überlegen und schafft mit 30:24 (13:13) den dritten Sieg in Folge.

Ratingens Max Beckmann kommt frei vor TBW-Torwart Martin Becker zum Wurf. Becker und sein Torwart-Kollege Nijaz Boskailo waren maßgeblich am Sieg der Wülfrather beteiligt.
Ratingens Max Beckmann kommt frei vor TBW-Torwart Martin Becker zum Wurf. Becker und sein Torwart-Kollege Nijaz Boskailo waren maßgeblich am Sieg der Wülfrather beteiligt.

Ratingens Max Beckmann kommt frei vor TBW-Torwart Martin Becker zum Wurf. Becker und sein Torwart-Kollege Nijaz Boskailo waren maßgeblich am Sieg der Wülfrather beteiligt.

Pierre-Claude Hohn

Ratingens Max Beckmann kommt frei vor TBW-Torwart Martin Becker zum Wurf. Becker und sein Torwart-Kollege Nijaz Boskailo waren maßgeblich am Sieg der Wülfrather beteiligt.

Ratingen. Zwei Erkenntnisse zog der Handball-Oberligist TV Ratingen aus dem Kellerderby gegen den TB Wülfrath. Wenn außergewöhnliche Brisanz den Reiz des Spiels ausmacht, kommen auch die Zuschauer wieder.

400 Fans wollten sehen, wie der TV Ratingen sich ohne den gefeuerten Philipp Hattig schlägt. Das gelang nicht sonderlich gut, denn der Gast aus Wülfrath setzte sich verdient mit 30:24 (13:13) durch. Damit feierte der TB Wülfrath den dritten Sieg in Serie.

Wülfrath hat jetzt schon genauso viele Punkte wie in der Hinrunde

TBW-Co-Trainer Stefan Graedke strahlte: "Jetzt haben wir schon genauso viele Punkte geholt wie in der ganzen Hinrunde." Schon wenige Minuten vor dem Anpfiff hatte er unerschütterlichen Optimismus versprüht: "Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Wir werden gewinnen." In der Anfangsphase schien sich diese Prognose nicht zu bestätigen. Der TV Ratingen warf sogar eine 5:2-Führung heraus.

Doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln, kamen wieder heran. Entscheidend war die Phase von der 40. bis zur 52. Minute. Da zogen die Gäste von 18:18 auf 27:20 entscheidend davon.

Die Ratinger waren zu diesem Zeitpunkt mit ihren Kräften am Ende, rannten sich immer wieder an der sehr gut postierten Wülfrather Abwehr fest, leisteten sich zudem technische Fehler und viele Fehlwürfe. Vor allem besaßen die Wülfrather mit Martin Becker und Nijaz Boskailo die eindeutig besseren Torleute.

Bei Ratingen sind die eingesetzten Spieler aus der Zweiten ein Lichtblick

Frappierend war auch die TVR-Schwäche bei den Siebenmeterwürfen. Allein vier von insgesamt fünf Strafwürfen vergaben die Ratinger. Ein kleiner Lichtblick aus Ratinger Sicht waren in der Schlussphase die jungen Spieler aus der 2. Ratinger Mannschaft.

Tristan Beckmann und Simon Krämer brachten neuen Schwung ins TVR-Team. Aber es war zu spät, um diesem sehr fairen Spiel noch eine entscheidende Wendung zu geben.

Bemerkenswert war, dass Tim Schymik, der beruflich bedingt nach Frankfurt gezogen ist, nach Ratingen gekommen war, um seinen alten Mannschaftskameraden zu helfen.

Ratingens Trainer Manfred Brunke erkannte den Wülfrather Sieg neidlos an: "Sie waren einfach viel cleverer als wir. Nach 40 Minuten haben wir nicht mehr dagegen halten können." Wülfraths Co-Trainer Stefan Graedtke sagte: "Unser Vorteil war die besser besetzte Bank. Es war eine gute Mannschaftsleitung mit einer Super-Abwehr. Hier kämpfte jeder für jeden. Und wir hatten keine schwache Phase."

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