Nach dem Überraschungssieg am vergangenen Samstag fordert Wülfraths Trainer Jurek Tomasik von seiner Mannschaft auch am Samstag in Hiesfeld Leidenschaft.

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David Horscht und der TB Wülfrath wollen am Samstagabend in der Tabelle an Hiesfeld vorbeiziehen.

David Horscht und der TB Wülfrath wollen am Samstagabend in der Tabelle an Hiesfeld vorbeiziehen.

Simone Bahrmann

David Horscht und der TB Wülfrath wollen am Samstagabend in der Tabelle an Hiesfeld vorbeiziehen.

Wülfrath. Der 27:24 (13:9)-Überraschungssieg über Favorit DJK Adler Königshof am letzten Spieltag sollte Handball-Oberligist TB Wülfrath das nötige Selbstvertrauen geben, wenn es am Samstagabend gegen den Tabellennachbarn vom TV Jahn Hiesfeld geht (18.30 Uhr, Dinslaken-Hiesfeld). "Der Sieg vergangene Woche war gut und schön, aber gegen Jahn wird es ein neues Spiel, ein neuer Tag. Sogar die Mondkonstellation ist eine andere", hat TBW-Trainer Jurek Tomasik nach dem guten Auftritt seinen Humor wiedergefunden.

"Wichtig ist die Rückkehr von Michael Steffens. Er ist nicht nur stark in der Abwehr, sondern auch eine Respektperson auf dem Feld."

Jurek Tomasik, TBW-Trainer, über seinen Führungsspieler

Zu oft in den letzten Wochen war ihm das Lachen vergangen. Mehrmals in dieser Saison folgte einem guten Auftritt seiner Mannschaft eine mäßige Vorstellung. Genau deshalb hat er sich mit Lob unter der Woche beim Training auch etwas zurückgehalten. "Wir dürfen uns nicht darauf ausruhen und müssen weiter Gas geben", sagt Tomasik.

Das Hinspiel hat Wülfrath in eigener Halle mit 35:31 für sich entscheiden können, holte dabei sogar einen Rückstand zur Pause (14:19) auf. Deshalb aber von einer kleinen Favoritenstellung zu sprechen, hält der Trainer für Blödsinn: "Quatsch. Wir wollen unsere Stärken weiter ausbauen und auf uns selbst konzentrieren. Ein Sieg bedeutet gar nichts. Aber sicher wollen wir gegen Hiesfeld nachlegen." Deshalb fordert er die gleiche Leidenschaft wie gegen Königshof in der vergangenen Woche.

Dabei werden die Hiesfelder mit einer gehörigen Portion Wut ins Spiel gehen. Am letzten Spieltag leisteten sie sich gegen Oberliga-Schlusslicht Kapellen mit 27:28 eine schmerzliche Niederlage. Vor den eigenen Fans wird die Mannschaft um Rückraumakteur Christian Ginters auf Wiedergutmachung brennen.

Darauf ist Wülfrath vorbereitet. "Wichtig ist die Rückkehr von Michael Steffens. Er ist nicht nur stark in der Abwehr, sondern auch eine Respektperson auf dem Feld", hebt Tomasik Steffens hervor. Es scheint, als richten sich andere Spieler an ihm auf. Er ist der Führungsspieler, der dem TBW lange Zeit gefehlt hat.

Marco Krohm fällt definitiv aus, Thomas Sorgnit zu 90 Prozent

Die Lage am Tabellenende hat sich wieder etwas verschärft. Zwar konnten die Wülfrather auf den viertletzten Platz klettern, doch auch der Vorletzte Dülken und Schlusslicht Kapellen siegten überraschend.

Das Heimspiel gewann der TBW mit 35:31.

Verzichten müssen die Wülfrather am Wochenende auf Marco Krohm und zu 90 Prozent auch auf Thomas Sorgnit, der sich mit einer Verletzung am Hüftbeuger herumschlägt und sich unter der Woche kaum bewegen konnte. Mit einem Erfolg könnte der Turnerbund (ein Spiel weniger) am dann punktgleichen Hiesfelder Team vorbeiziehen.

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