Gegen den vorletzten Gegner dieser Saison hat Wülfrath eine seiner bitteren Heimspiel-Pleiten erlebt. Jetzt will das Trainergespann Charakter sehen.

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Patrick Vogt – hier im Spiel gegen Düsseldorf – macht in Aldekerk sein vorletztes Spiel im TBW-Trikot, bevor er nach Mettmann wechselt.

Patrick Vogt – hier im Spiel gegen Düsseldorf – macht in Aldekerk sein vorletztes Spiel im TBW-Trikot, bevor er nach Mettmann wechselt.

Simone Bahrmann

Patrick Vogt – hier im Spiel gegen Düsseldorf – macht in Aldekerk sein vorletztes Spiel im TBW-Trikot, bevor er nach Mettmann wechselt.

Wülfrath. Der Ärger beim Handball-Oberligisten TB Wülfrath über die zuletzt gezeigten Leistungen hat sich vor dem Auswärtsspiel beim TV Aldekerk wieder etwas gelegt (Samstag, 19Uhr). "Was bringt es, in diesen letzten Spielen, wo es um rein gar nichts mehr geht, auf die Spieler einzuschlagen?", stellt Wülfraths Co-Trainer Stefan Graedtke eine eher rhetorische Frage.

Natürlich sei man "nicht glücklich über die jüngsten Niederlagen", aber am Ende steht der Klassenerhalt über allem.

Im Gegensatz zum Hinspiel ist Wülfrath von allem Druck befreit

Allerdings, und das versucht Graedtke glaubhaft zu vermitteln, seien alle Beteiligten bemüht, die Saison möglichst erfolgreich zu Ende zu spielen: "Auch gegen Aldekerk wollen wir auf Sieg spielen. Allerdings liegen die uns von allen Teams der Oberliga am wenigsten."

Davon konnten sich die Fans der Wülfrather im Hinspiel ein Bild machen. Mit der deftigen 29:38-Pleite war die Leckelt-Truppe damals am absoluten Tiefpunkt angelangt. "Es ist viel passiert seit diesem Spiel. Wir hoffen, dass wir uns nicht noch einmal so überrumpeln lassen", so Graedtke.

Wie entspannt mittlerweile die Situation ist, zeigt die Maßnahme, den Stammspielern die Trainingseinheit am Dienstag zu ersparen. "Die Langzeitverletzten mussten trainieren, um wieder den Anschluss zu finden.

Für einige diente das Training auch dem Aufbau des eigenen Selbstbewusstseins", erklärte der ehemalige Torhüter. Um das Ziel, "sich besser als zuletzt zu verkaufen", zu erreichen, steht dem Turnerbund das volle Oberligapersonal zur Verfügung.

Martin Beckers Wechsel wird immer wahrscheinlicher

Unterdessen verdichten sich die Anzeichen dafür, dass der TBW in der kommenden Saison auf die Dienste seiner bisherigen Nummer 1 im Tor verzichten muss. Martin Becker, der seit Wochen auf einen neuen Vertrag in Wülfrath wartet, verhandelte in den vergangenen Tagen mit einem anderen Verein.

"Es stimmt. Ich habe drei Optionen, was ich in der kommenden Saison machen kann", bestätigte Becker auf WZ-Anfrage. Sportlich wäre eine dieser Möglichkeiten wohl eine Verbesserung.

Bei einem interessierten Verein handelt es sich offenbar um ein Team vom Niederrhein, das im oberen Tabellendrittel der Oberliga zu Hause ist. Eine Tendenz gäbe es laut Becker zwar noch nicht, jedoch wird die Entscheidung über seine Zukunft am Wochenende definitiv fallen.

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