Mettmann-Sport verliert das sehr spannende Spiel gegen Hamborn 36:38.

Mettmann. Handball-Oberligist Mettmann-Sport lieferte am Samstag in der 2. WHV-Pokalrunde dem Ligakonkurrenten Hamborn im heimischen Herrenhaus beim 36:38 (17:17) einen spannenden Kampf.

Für Mettmanns Trainer Markus Neusser kam das Spiel vor dem Abstiegsduell in der Liga am Dienstag gegen den LTV Wuppertal ungelegen, trotzdem wollte er den Zuschauern etwas bieten. "Das war ganz klar ein Charakterspiel. Wir haben sehr, sehr lange gut gespielt."

Erst in der letzten Sekunde konnte Hamborn mit einem Wurf aus der eigenen Hälfte ins leere Mettmanner Tor den Einzug in die nächste Runde klarmachen. Neusser hatte Maik Schneider für Torhüter Hans-Willi Hinzen aufs Feld geschickt. Doch ausgerechnet Schneider vertendelte den Ball und gab so das mögliche Unentschieden aus der Hand.

Bis zum 11:7 durch einen Klasse-Stemmwurf von Martin Paukert und starke Paraden von Tobias Töpfer lieferten die Mettmanner eine solide Leistung ab. Besonders das Zusammenspiel von Mittelmann Alex Graf mit seinem Kreisläufer Patrick Osterc funktionierte prima.

Doch Mettmann brachte dann wieder durch viele technischen Fehler den Gegner heran. Von 13:13 in der 22. Minute bis zum 14:17 lief nichts zusammen. "Wir haben in einigen Phasen nicht konsequent genug ausgespielt und Bälle einfach weggeworfen", analysierte Neusser. "Natürlich hat Hamborn die besseren Einzelspieler. Aber 38 Gegentore sind einfach zu viel."

Mettmann: Hinzen, Töpfer - Goldau (1), Graf (3), Weiß, Paukert (3), Böhmer (3), Späth (1), Osterc (6), Schirnitz (2), Klein (14/ 5), Wittgens (1), Schneider (2)

In Hälfte 2 sah es dann fast so aus, als würde nun Hamborn sein wahres Gesicht zeigen und den Gastgeber überrennen. Nach einem Fehlerfestival sah sich ME-Sport 25:29 und 30:34 in Rückstand.

Doch ein überragender Christian Klein (14 Tore) und einige Paraden des eingewechselten Hinzen sorgten für den 35:35 Ausgleich. Eine rote Karte gegen Wittgens und eine Zeitstrafe gegen Matthias Späth ließen die Hoffnungen jedoch schwinden.

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