Nach dem Sieg der Unitas über Langenfeld geben sich beide Trainer kämpferisch. Die SGL will weiter oben bleiben, Haan wieder weiter nach oben klettern.

Das Duell der Unitas Haan gegen Langenfeld – hier mit Unitas-Rückraumwerfer Dennis Hahn und Langenfelds Dennis Werkmeister in der Abwehr – hat auf beiden Seiten den Ehrgeiz beflügelt.
Das Duell der Unitas Haan gegen Langenfeld – hier mit Unitas-Rückraumwerfer Dennis Hahn und Langenfelds Dennis Werkmeister in der Abwehr – hat auf beiden Seiten den Ehrgeiz beflügelt.

Das Duell der Unitas Haan gegen Langenfeld – hier mit Unitas-Rückraumwerfer Dennis Hahn und Langenfelds Dennis Werkmeister in der Abwehr – hat auf beiden Seiten den Ehrgeiz beflügelt.

Stefan Fries

Das Duell der Unitas Haan gegen Langenfeld – hier mit Unitas-Rückraumwerfer Dennis Hahn und Langenfelds Dennis Werkmeister in der Abwehr – hat auf beiden Seiten den Ehrgeiz beflügelt.

Kreis Mettmann. Die Verbandsliga-Handballer der SG Langenfeld haben mit der Niederlage in Haan eine Riesenchance verpasst. Bei einem Sieg wären sie als Tabellenführer in die Rückrunde gestartet. Denn TuSEM Essen II kam über ein Unentschieden nicht hinaus, die HSG Radevormwald/Herbeck gab beide Punkte ab. Unter dem Strich hat sich damit in der Spitzengruppe nicht viel geändert.

Das Auftaktprogramm der zweiten Serie ist für die Langenfelder denkbar schwer: Am Sonntag beim Neusser HV (14.30Uhr), danach gegen Radevormwald und beim TuSEM Essen. "Das sind für uns drei Endspiele hintereinander. Danach werden wir unsere Chancen im Kampf um die Meisterschaft besser einschätzen können", sagt SGL-Trainer Heino Kirchhoff.

Er konnte mit der Leistung seiner Mannschaft in Haan nicht zufrieden sein. Die Abwehr zeigte bedenkliche Schwächen, im Angriff wurden beste Chancen vergeben. "Wir müssen in Neuss ein besseres Spiel hinlegen und punkten", fordert Kirchhoff. Im Hinspiel startete Langenfeld mit einem überzeugenden 31:25-Sieg über den Oberliga-Absteiger in die Saison.

Seitdem haben die Neusser nur noch einmal verloren und zwei Unentschieden auf ihr Konto gebracht. Sie werden im Kampf um Titel und Aufstieg ebenfalls ein Wort mitsprechen. Die SGL kann in stärkster Besetzung antreten. Torwart Tobias Kottwitz hat das Training wieder aufgenommen und steht in Neuss zwischen den Pfosten, und auch Linksaußen Vinzenz Preissegger ist wieder dabei.

Nein, abgehakt habe er dieses Saison absolut noch nicht, reagiert Unitas Haans Trainer Jürgen Tiedermann kämpferisch auf die Berichterstattung über die Situation seiner Verbandsliga-Handballer, die immerhin in der vergangenen Woche den Favoriten Langenfeld klar geschlagen haben.

"Mein sportlicher Ehrgeiz ist noch nicht gestillt."

Jürgen Tiedermann, Trainer der Unitas Haan

"Wir wollen hier den Neuaufbau weiter voran treiben und sind eigentlich auf einem guten Weg, obwohl wir mit den Ergebnissen der Hinrunde nicht zufrieden sind", erklärt Tiedermann vor dem Spiel am Samstag gegen den Tabellenvorletzten Hückeswagen (19.30 Uhr, Haan, Adlerstraße).

Hückeswagen kann nur als "Aufbaugegner" bezeichnet werden. Schon mit sechs Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz steht der ATV auf dem vorletzten Punkt und seinen einzigen Sieg nur gegen die noch schwächeren TSG Solingen holen können. Die Unitas hat dagegen wieder Fahrt aufgenommen und ihren Tiefpunkt überwunden.

"Gegen Hückeswagen zählt nur ein Sieg", lässt Tiedermann auch nichts anderes als einen Erfolg gelten. Er hofft nicht nur auf eine spielerische Weiterentwicklung, sondern hat auch die Marschrichtung ausgegeben, bis Karneval keine Punkte mehr abzugeben. ank

Zum Kellerduell mit dem einen Punkt und einen Tabellenplatz besser platzierten TuS Lintorf kommt es für den TuS Erkrath am Samstag um 19 Uhr an der Karlstraße. Die Lintorfer konnten sich durch einen Erfolg beim Schlusslicht TSG Solingen an den Erkrathern vorbeischieben, die nun den zwölften und damit ersten Nichtabstiegsplatz inne haben.

"Ich hoffe, dass wir wieder etwas mehr Motivation entwickeln", sagt Erkraths Trainer Dragan Juricev. "Wenn wir diese Partie verlieren sollten, dann setzen wir uns erst einmal auf dem zwölften Platz fest. Auch wenn unser Abstand zu den Abstiegsplätzen mit sechs Punkten deutlich ist, kann das ja nicht unser Ziel sein."

Allerdings sind die personellen Voraussetzungen der Erkrather nach dem Abgang von Jan Garschagen und der Verletzung von Christoph Hänning alles andere als rosig. "Uns stehen noch maximal neun Feldspieler zur Verfügung, aber da müssen wir durch."

Aber auch die Lintorfer, in der vergangenen Saison noch das Überraschnungsteam der Liga, fanden bislang nie zu ihrer Stärke und konnten erst am letzten Spieltag alle Abstiegssorgen ad Acta legen.

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