Erst in der zweiten Halbzeit legt die SGL gegen Kettwig ihre Blockade ab und holt sich mit einem 42:26-Sieg das Selbstvertrauen für das Derby gegen Haan.

wza_739x1299_598079.jpeg
Vinzenz Preissegger fliegt auf das Kettwiger Tor zu und erzielt einen seiner acht Treffer.

Vinzenz Preissegger fliegt auf das Kettwiger Tor zu und erzielt einen seiner acht Treffer.

Stefan Fries

Vinzenz Preissegger fliegt auf das Kettwiger Tor zu und erzielt einen seiner acht Treffer.

Langenfeld/Haan. Beim Halbzeitpfiff im Treffen zwischen der SG Langenfeld und dem Kettwiger TV herrschte Schweigen unter den 250 Fans. Die Gäste lagen mit 14:13 vorn, dem Tabellenzweiten drohte die erste Heimniederlage der Saison. Doch die Langenfelder kamen wie verwandelt aus der Kabine, entfachten ein regelrechtes Feuerwerk und fegten die Essener schließlich mit 42:26 aus der Halle. Die SGL erzielte in den zweiten 30 Minuten mehr als dreimal so viele Tore wie im ersten Abschnitt.

Die Erklärung für diese sehr unterschiedlichen Halbzeiten lieferte Trainer Heino Kirchhoff: "Ich habe zur Pause nur gesagt: Wir wirken wie blockiert. Zeigt doch Leidenschaft, freut euch über jede gelungene Aktion."

Genau das tat die Mannschaft, die sich in einen spielerischen Rausch steigerte. Da hielt Tobias Kottwitz zwei Siebenmeter und wurde zum sicheren Rückhalt im Tor. Seine Vorderleute spielten wie aus einem Guss.

Nur fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff hieß es 19:15, der Vorsprung wurde auf zehn Treffer ausgebaut (28:18/46.). David Rosiak erzielte das 40. Tor (57.), der Schlusspfiff kurz darauf ging im Jubel unter.

Kreisläufer Andreas Nelte war mit neun Toren am erfolgreichsten, Matthias Herff, der nur eine Halbzeit spielte, war ebenso wenig zu bremsen wie Vinzenz Preissegger, die Abwehr stand sicher und ließ nur noch zwölf Gegentreffer zu. Die Generalprobe für das Derby am kommenden Samstag bei der Haaner Unitas war gelungen.

Unitas Haan bringt Pflichtaufgabe in Dümpten mit 44:38-Sieg hinter sich

Unitas-Trainer Jürgen Tiedermann war nach dem Spiel beim Tabellen-Schlusslicht HSV Dümpten deutlich anzumerken, dass er nur froh war, diese Aufgabe mit Anstand, sprich mit einem 44:38 (21:18)-Sieg, hinter sich gebracht zu haben. "Es war das erwartete Spiel: Sonntagmorgen in einer absolut toten Halle."

Durch den Einsatz von Markus Teusner aus der 2. Mannschaft konnte die Unitas zumindest mit acht Feldspielern anreisen, da sich auch Monty Kreisköther trotz gerade überstandener Kehlkopfentzündung in den Dienst der Mannschaft stellte.

So machte Tiedermann seiner Mannschaft keinen Vorwurf, dass es nicht gerade brillant lief: "Die Abwehr hat absolut nicht funktioniert. Und vorne haben wir zu viele Fehler gemacht. Wir hätten uns eigentlich schon in der ersten Hälfte klar absetzen müssen."

Doch die Unitas musste sogar in der zweiten Halbzeit noch erleben, wie der Tabellenletzte bis auf 27:27 herankam. Doch dann ließen sich die Haaner bei drei Zeitstrafen für den Gegner nicht länger bitten, das Spiel erfolgreich abzuschließen.

Für das Spitzenspiel gegen die SG Langenfeld am kommenden Samstag (19.30 Uhr, Haan, Adlerstraße) kündigt Tiedermann trotz aller Personalsorgen ein ganz anderes Auftreten seiner Mannschaft an. "Natürlich sind alle heiß auf dieses Spiel."

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer