Langenfeld fertigt Verfolger Haan im Gipfeltreffen mit 25:18 ab.

Haushoch überlegen war die SG Langenfeld (mit Ball: Fabian Düllberg) bei Unitas Haan.
Haushoch überlegen war die SG Langenfeld (mit Ball: Fabian Düllberg) bei Unitas Haan.

Haushoch überlegen war die SG Langenfeld (mit Ball: Fabian Düllberg) bei Unitas Haan.

Stefan Fries

Haushoch überlegen war die SG Langenfeld (mit Ball: Fabian Düllberg) bei Unitas Haan.

Haan/Langenfeld. Das dürfte die Meisterschaft für die SG Langenfeld in der Handball-Verbandsliga und damit der Aufstieg in die Oberliga gewesen sein. In der ausverkauften Ellen-Wiederhold-Halle in Hilden feierte der Spitzenreiter einen klaren 25:18 (14:8)-Sieg über die DJK Unitas Haan. Die zahlreichen SGL-Fans ließen ihre Mannschaft hochleben, die kurzerhand beschloss, diesen Erfolg am Sonntag mit einem Ausflug in die Eifel gemeinsam zu genießen. „Damit sollten wir durch sein“, meinte Abteilungsleiter Klaus Majeres mit unüberhörbarem Triumph in der Stimme. Das war der Big Point für uns.“ Es deutet alles darauf hin, das Langenfeld zum ersten Mal mit einer Mannschaft in der leistungsstarken Oberliga vertreten sein wird.

Unitas beißt sich an der Gäste-Deckung die Zähne aus

Die SGL war kämpferisch und taktisch hervorragend eingestellt. „Wenn gegen den besten Angriff der Liga nur 18 Gegentreffer zugelassen werden, dann muss der Abwehr ganz großes Lob ausgestellt werden“, urteilte Heino Kirchhoff. Und hinter der Deckung stand mit Tobias Hanke ein Torwart, der sich an diesem Abend selbst übertraf und eine Meisterleistung – so der Trainer – bot. Die Haaner bissen sich an der immer wieder entschlossen eingreifenden Deckung die Zähne aus, kamen nur äußerst selten frei zum Schuss, um anschließend an Hanke zu scheitern.

Und im Angriff wirkten die einstudierten Mechanismen: schnelle Positionswechsel, platziert in den Lauf gespielte Bälle zum Beispiel an Kreisläufer Andreas Nelte, der sich mit vier Treffern bedankte. Ebenso oft schlugen die knallharten Rückraumschüsse von Fabian Düllberg ein. Hinzu kam, dass die SGL die Unterzahl des Gegners zu nutzen verstand. Siebenmal musste die Unitas Strafzeiten (gegenüber nur drei der SGL) hinnehmen und als Folge Gegentreffer einstecken.

Der Sieg geriet nie in Gefahr, wie auch die Entwicklung der beiderseitigen Trefferquote zahlenmäßig belegen lässt. Die Langenfelder lagen 6:3 vorn, doch übernahm danach die Unitas mit 7:6 knapp die Führung (16.). Anschließend war die Kirchhoff-Truppe achtmal ohne Gegentreffer erfolgreich. Das war bereits die Vorentscheidung, und über 18:9 und 21:16 machte der Titelanwärter alles klar. „Langenfeld hatte einen guten Tag erwischt. Vor allen Dingen die Abwehr und der Torwart haben uns das Genick gebrochen“, so Unitas-Coach Jörg Müller: „Wir haben in der ersten Halbzeit viele Fehler im Angriff gemacht. Wenn man dann immer wieder in Gegenstöße hineinläuft, wird es schwer.“

Grünwald Göken – A. Schmalbuch (1), M. Panthel (5), Krohm, Horscht, M. Blau (7), P. Schmalbuch (1), S. Panthel, C. Tientken (3), Kreisköther, Hahn (1)

Hanke, Wansing – Kniesche (2), Majeres (2), Rosiak (1/1), Preissegger, Justen (1), Düllberg (4), Wagener, Klimke (3), Herff (6/3), Voigt (2), Nelte (4), Daun

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer