Der TBW überrascht mit einer starken Mannschaftsleistung und einem 27:24-Sieg gegen DJK Adler Königshof.

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Moritz Blau war mit acht Toren der erfolgreichste Wülfrather Werfer.

Moritz Blau war mit acht Toren der erfolgreichste Wülfrather Werfer.

Simone Bahrmann

Moritz Blau war mit acht Toren der erfolgreichste Wülfrather Werfer.

Wülfrath. Sie hüpften herum wie kleine Kinder, strahlten bis über beide Ohren und stimmten gemeinsam mit den heimischen Fans die "Humba"-Hymne an. Wülfraths Oberliga-Handballer hatten allen Grund zu feiern und sich feiern zu lassen. Ein für nahezu unmöglich gehaltener 27:24 (13:9)-Erfolg über den haushohen Favoriten DJK Adler Königshof brachte die gute Laune zurück in die Kalkstadt.

Wülfraths Trainer Tomasik ist einfach nur sprachlos vor Glück

"Mir fehlen einfach die Worte", konnte TBW-Trainer Jurek Tomasik kaum begreifen, was er zuvor 60 Minuten von seiner Mannschaft geboten bekam. All sein wochenlanges Flehen und Fordern nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung wurde gegen Königshof erhört. Seine Mannschaft spielte und kämpfte bravourös und konnte so auch endlich das Publikum begeistern.

"Man kann fast keinen herausheben, aber jeder hat auch gesehen, wie wichtig Michael Steffens für diese Mannschaft ist", erklärte der Trainer. Das Extralob für den Langzeitverletzten Steffens war mehr als verständlich. Monatelang musste Steffens mit ansehen, wie jegliche Disziplin, vor allem in der Abwehr, fehlte. Gegen Königshof war er wieder der "Fels in der Brandung", wie Tomasik seinen Abwehrchef nannte. So zwang Wülfrath den Gegner in die Knie. Die spärlichen Löcher in Wülfraths Abwehr wurden von einem erneut überragenden Tobias Geske im Tor gestopft. 19 Paraden und vier gehaltene Siebenmeter sprechen eine deutliche Sprache.

Kurz nach dem Seitenwechsel schien Königshof besser ins Spiel zu kommen. Fast sechs Minuten schafften die Wülfrather kein Tor. Die Adler von Trainer Olaf Mast stellten zum 23:23 (56.) den Ausgleich her. Dabei gelang ihnen in doppelter Unterzahl ein Treffer des starken Alexander Spoo.

In dieser Form muss sich der TBW kaum Abstiegssorgen machen

Wülfraths Thommy Sorgnit blieb beim anschließenden Siebenmeter eiskalt und brachte den TBW wieder in Front. Da Geske hinten alles hielt und Moritz Blau und David Horscht ihre Treffsicherheit wieder fanden, war der Sieg eingefahren. An vielen anderen Tagen wäre Tomasiks Mannschaft eingebrochen, dieses Mal hielt sie dem Druck stand.

Tabellenplatz elf und fünf Punkte Abstand zu einem Abstiegsplatz sind die Belohnung für eine starke Leistung. Und mit dieser Einstellung und diesem Willen darf Wülfrath normalerweise nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Nachdem mit Moritz Blau und David Horscht bereits zwei wichtige Spieler weg sind, muss Abteilungsleiter Jörg Märtens nun schnellstens das Gerüst von Leistungsträgern für die kommende Saison fixieren.

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