Die Abteilungsleitung hat sich einmütig entschlossen, einen Schlussstrich zu ziehen und den Rückraumspieler frei zu stellen.

Zwischen Trainer Manfred Brunke (auf der Bank) und Philipp Hattig hat es in den vergangenen Wochen immer wieder arg gerappelt.
Zwischen Trainer Manfred Brunke (auf der Bank) und Philipp Hattig hat es in den vergangenen Wochen immer wieder arg gerappelt.

Zwischen Trainer Manfred Brunke (auf der Bank) und Philipp Hattig hat es in den vergangenen Wochen immer wieder arg gerappelt.

Pierre-Claude Hohn

Zwischen Trainer Manfred Brunke (auf der Bank) und Philipp Hattig hat es in den vergangenen Wochen immer wieder arg gerappelt.

Ratingen. "Wir mussten die Reißleine ziehen, denn ein möglicher Abstieg würde alles kaputt machen, was in Jahren aufgebaut worden ist. Eigentlich ist die Oberliga-Mannschaft das Aushängeschild des Vereins, aber momentan ist sie eine Katastrophe." So erklärte TV Ratingens Vorsitzender Bernd Streckmann die Trennung vom Spieler Philipp Hattig. Die Entscheidung sei bereits am Sonntag gefallen.

Streckmann, der Handball-Abteilungsleiter Thomas Oberwinster und dessen Bruder Stefan, der jahrelang in der 1.Mannschaft gespielt hat sowie Marketingchef Ralf Becker und Trainer Manfred Brunke waren einstimmig zu der Erkenntnis gekommen, dass es ohne Philipp Hattig weitergehen muss. Ralf Becker ist froh, dass das lange Hick-Hack nun zu Ende ist: "Seit Anfang Dezember ist Philipp Hattig ein Thema." Keiner der TVR-Verantwortlichen bezweifelt, dass Hattig ein guter Oberliga-Spieler sei. Er sei aber in der Mannschaft nicht klargekommen und habe wenig mannschaftsdienlich gespielt.

Tatsächlich trat die Mannschaft in den vergangenen Wochen nicht mehr als Team auf, wenn Hattig mit auf dem Parkett war. Die Beispiele, dass es ohne ihn besser läuft, häuften sich in der jüngsten Vergangenheit. Hattig ist ab sofort freigestellt. "Das heißt, wir kommen unseren vertraglichen Pflichten weiterhin nach", erklärt Ralf Becker, der Wert auf eine saubere Trennung legt und keine schmutzige Wäsche waschen will. Der 26-jährige Student der Betriebswirtschaft kann sich nun einen neuen Verein suchen.

Ob die Mannschaft nun ein anderes Gesicht zeigen wird, ist für Thomas Oberwinster noch nicht ganz sicher: "Wir haben zwar mit Philipp Hattig den Virus gefunden, aber wo ein Virus ist, ist auch ein Wirt."

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