ME-Sport gibt in Düsseldorf alles, zieht aber mit 26:28 den Kürzeren.

Mettmann. Obwohl Handball-Oberligist Mettmann-Sport bei der HSG Düsseldorf II mit 26:28 (13:14) verloren hatte, war Trainer Markus Neusser voll des Lobes für seine Spieler: "Ich kann ihnen nur ein Riesenkompliment machen, mit welcher Leidenschaft sie in die Begegnung gegangen sind. Obwohl uns der Gegner wirklich überlegen war, haben wir alles gegeben, um die Partie zu gewinnen. Das ist einfach klasse."

Ohne Jens Fischer, Markus Ordon, Philip Furley und Philip Werner war die Spielerdecke sehr dünn, was sich besonders am Ende bemerkbar machte. Auf der Mitte zog im Angriff über fast 50 Minuten Abwehrspezialist Dominik Wittgens die Fäden.

Doch am Anfang der Begegnung waren es die Mettmanner, die in Düsseldorf den Ton angaben. So lagen sie nach 13 Minuten mit 10:2 vorne. Hans Willi Hinzen im Tor und eine hervorragende Gäste-Abwehr bestimmten das Geschehen. Die HSG, die mit mehreren Verstärkungen aus der Zweitliga-Mannschaft auflief, fand überhaupt kein Mittel.

Mettmanner werden zu hektisch und machen einfache Fehler

Doch dann bremsten Zweiminutenstrafen gegen Jens Flemmig und Mathias Späth den Vorwärtsdrang der Neusser-Schützlinge. Die HSG kam ins Spiel und holte auf 7:11 auf. "Wir sind dann wieder einmal zu hektisch geworden und haben zu viele einfache Fehler gemacht", musste Neusser feststellen.

In der Pause bemühte er sich, seine Akteure zu ihrem geduldigen und erfolgreichen Spiel zurück zu bringen, was ihm auch gelang. Bis zum 19:21 schien noch alles möglich, doch die folgenden 90 Sekunden kippten die Partie endgültig für die HSG. Christian Klein verwarf erst einen Siebenmeter und traf kurze Zeit später bei einem Tempogegenstoß die Unterkante der Latte. Ob der Ball von dort vor oder hinter die Torlinie prallte, war schwer zu erkennen. Die Schiedsrichter entschieden gegen Klein.

Mathias Späth sieht die rote Karte

Hinzen, Sippli (n. e.) - Klein, Schirweit, Flemmig, Paukert, Wittgens, Schneider, Osterc, Späth

Im Gegenzug wehrte Hinzen, der auch fünf Siebenmeter hielt, einmal mehr glänzend ab. Den Abpraller konnte Tim Schirweit nicht festhalten. Den Mettmanner Nils Artmann in Düsseldorfer Diensten konnte Mathias Späth nur durch ein Foul bremsen, das ihm die rote Karte eintrug (40.). Kurze Zeit später lagen die Gäste schon mit 21:24 zurück.

ME-Sport kämpfte zwar bis zum Ende, doch Düsseldorf ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Markus Neusser musste am Ende feststellen, dass seiner personell geschwächten Mannschaft im Moment noch die Konstanz fehlt, um auch solch eine Partie gegen eine starke Oberliga-Mannschaft zu gewinnen: "Ähnlich wie gegen Hamborn haben wir 45 Minuten sehr gut gespielt. Aber zehn bis 15 schwache Minuten reichen, um zu verlieren. Wir dürfen uns diese Aussetzer nicht erlauben." ank

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