TV Kapellen haben die Wülfrather wenig Probleme und gewinnen sicher mit 38:33 (19:15).

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Auch Kreisläufer Gordon Amuser kann die Kapellener Abwehr nicht halten. Bodo Leckelt (hinten) hat ihn in Szene gesetzt.

Auch Kreisläufer Gordon Amuser kann die Kapellener Abwehr nicht halten. Bodo Leckelt (hinten) hat ihn in Szene gesetzt.

Simone Bahrmann

Auch Kreisläufer Gordon Amuser kann die Kapellener Abwehr nicht halten. Bodo Leckelt (hinten) hat ihn in Szene gesetzt.

Wülfrath. Mit einem 38:33 (19:15)-Heimsieg über den TV Kapellen feiert Handball-Oberligist TB Wülfrath seinen achten Erfolg in Serie. "So langsam wird es echt unheimlich. Platz 5 ist fantastisch. Daran hätte zu Beginn des Jahres doch keiner gedacht", freut sich Wülfraths Co-Trainer Stefan Graedtke über den Lauf seiner Mannschaft. Abteilungsleiter Jörg Märtens kann die Wandlung seiner ersten Mannschaft kaum begreifen: "Erst Mitten im Abstiegssumpf, jetzt sowas. Woher das kommt, weiß kein Mensch."

Langsam wird es immer schwerer, die Spannung aufrechtzuhalten

Die Revanche gegen den TV Kapellen, dessen Hinspielsieg den Abstiegskampf für Wülfrath einläutete, ist auf beeindruckende Art und Weise geglückt. Lediglich in den ersten Minuten, geprägt von zahlreichen technischen Fehlern auf beiden Seiten, war eine gewisse Nervosität beim TBW zu spüren. Doch bis auf den Wülfrather Rückstand (12:13, 21. Minute) konnte der Tabellenletzte Kapellen dem Turnerbund kein Paroli bieten.

"Es macht zur Zeit viel Spaß. Aber man merkt auch, dass es immer schwieriger wird, die Spannung hochzuhalten", sagt Spielertrainer Bodo Leckelt. Geschuldet ist diese leichte mentale Müdigkeit sicher dem personellen Aderlass der Wülfrather, die durch Verletzungen gezwungen waren, drei Spieler aus der 2.Mannschaft einzusetzen. "Es passt einfach zur Zeit alles. Auch die Spieler der Reserve haben sich nahtlos eingefügt", war Graedtke mit Björn Teermann, René Sauter und Alexander Kimmel zufrieden.

Martin Becker hält super, Michael Grugel spielt sich in einen Rausch

Entscheidend für den Erfolg war aber das Triumvirat Martin Becker, Thomas Grugel und Michael Steffens. Während Torwart Becker seinen Kasten wieder schier vernagelt hatte, traf Grugel vorne nach Belieben und überraschte Fans und Trainer zudem mit riesiger Spielfreude im Zusammenspiel mit Kreisläufer Michael Steffens.

Was die beiden Akteure in der 2. Halbzeit zeigten, war einfach klasse. Nicht nur beim 33:25 (50.), als Steffens den Kapellener Torwart nach starkem Anspiel von Grugel mit einem Leger über den Kopf düpierte, gab es von den knapp 300 Zuschauern Sonderapplaus.

"Das Ergebnis hätte höher ausfallen können, doch in den letzten Minuten haben wir einen Gang runtergeschaltet. Nächste Woche kommt mit Hamborn ein Spitzenteam, und wir brauchen jede Kraftreserve. Jetzt spielen wir alles auf Sieg", sagte Graedtke selbstbewusst.

Abteilungsleiter Märtens ist sogar froh, dass die Hinrunde nicht ähnlich erfolgreich gestaltet werden konnte wie die Rückrunde: "Hätten wir von Anfang an so gespielt, dann hätte ich jetzt Probleme, wie wir einen eventuellen Aufstieg hätten finanzieren können."

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