Auch ein Drei-Tore-Polster rettet Wülfrath nicht vor der dritten Pleite im dritten Saisonspiel.

Bastian Schlierkamp erzielte gegen Hiesfeld zehn Treffer – davon vier vom Siebenmeterpunkt.
Bastian Schlierkamp erzielte gegen Hiesfeld zehn Treffer – davon vier vom Siebenmeterpunkt.

Bastian Schlierkamp erzielte gegen Hiesfeld zehn Treffer – davon vier vom Siebenmeterpunkt.

Stefan Fries

Bastian Schlierkamp erzielte gegen Hiesfeld zehn Treffer – davon vier vom Siebenmeterpunkt.

Wülfrath. Die Handballer des TBWülfrath befinden sich in der Oberliga weiterhin in der Lernphase. Denn auch nach der dritten Niederlage im dritten Spiel muss man feststellen: Die Mannschaft hat über weite Strecken gut mitgespielt, aber am Ende zu hoch verloren. Diesmal mit 30:36 (17:18) gegen Jahn Hiesfeld.

Mitte der zweiten Halbzeit schienen sich die Wülfrather sogar auf der Siegerstraße zu befinden, führten mit 27:24. "In dieser Phase dachte ich wirklich, da geht was", meinte Trainer Jan Kassens. Doch das Drei-Tore-Polster war schnell wieder aufgebraucht, weil die Hausherren den Ball nicht mehr im gegnerischen Tor unterbringen konnten.

Auch eine Auszeit kann den Wülfrathern nicht mehr helfen

"Man muss den Ball nicht mit 100 Kilometern pro Stunde in den Winkel hauen. Es reicht oft aus, den Torwart auszugucken", ärgerte sich Kassens. Unkonzentriert im Abschluss seien seine Schützlinge in dieser Phase gewesen. Die Folge: vier Gegentreffer hintereinander. Die Hiesfelder rissen die Partie bei 28:27 wieder an sich. Kassens versuchte mit einer Auszeit, seine Mannschaft nochmal zu sammeln. Doch die Euphorie und Treffsicherheit, die den Außenseiter streckenweise beflügelt hatte, konnte er nicht wiedererwecken. Es folgten zwei weitere Gegentreffer, und beim 27:30 war das Spiel praktisch entschieden, der Widerstand gebrochen. Hiesfeld nutzte dies und warf sich noch einen klaren Vorsprung heraus.

"Wirklich schade. Wir haben wie schon zuletzt in Königshof lange Zeit sehr gut mitgehalten", fand Kassens. Über die Schlussphase mit einer Serie von 3:12 Toren werde man aber intern noch reden müssen. "Natürlich ist das bei fehlenden Wechselmöglichkeiten auch eine Frage von Kraft und Ausdauer. Aber trotzdem erwarte ich, dass man niemals den Kopf hängen lässt."

Beste Akteure waren die Rückraumspieler Bastian Schlierkamp und Florian Lepper, denen Kassens allerdings auch gerne mal eine Pause gegönnt hätte. Rekonvaleszent Michael Steffens feierte ein Comeback - vorerst nur als Deckungsspieler. Ebenso wie Thomas Grugel, der sich wegen einer Knochenabsplitterung am Fuß in den nächsten Tagen aber einer OP unterziehen muss und voraussichtlich zehn Wochen ausfällt.

Geske, Schumacher, Obermeier (5), Dermund, Seidel, B.Schlierkamp (10/4), Lepper (7), Dumschat (3), Hinkelmann (1), Ehlhardt (2), Sawatzki (1), Steffens, Grugel

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