Aldekerk zeigt den Wülfrathern mit 40:31 die Grenzen auf. Martin Becker erklärt überraschend, ganz mit dem Handball aufzuhören.

Wülfrath. Im letzten Auswärtsspiel der Saison kassierte Handball-Oberligist TB Wülfrath eine 31:40 (17:20)-Niederlage beim TV Aldekerk. Nach dem Ende der Serie von acht Siegen in der Rückrunde war dies nun schon die vierte Pleite hintereinander.

Allerdings sorgte weniger das klare Ergebnis, als vielmehr die Entscheidung von Torwart Martin Becker in Wülfrath für Aufsehen. Er will weder in Wülfrath bleiben, noch ein Angebot von Borussia Mönchengladbach annehmen, sondern seine Karriere ganz beenden.

Gastgeber Aldekerk ist die klar bessere Mannschaft

"Ich muss den Gladbachern leider absagen. Wülfrath war zum Schluss keine Option mehr. Aufgrund des enormen Aufwands höre ich halt auf", erklärte Becker am Abend in Aldekerk. Bleibt offen, ob Wülfrath den Torwart hätte halten können, wenn man sich bereits vor Wochen mehr um ihn bemüht hätte. Schließlich fehlten zur Vertragsunterschrift, laut Aussage des Torwarts, nur Kleinigkeiten.

Würde man den Wülfrathern zum Spiel in Aldekerk ein Zeugnis ausstellen, so stände darin: "Sie waren stets bemüht." Aber der Tabellenvierte aus Aldekerk ließ mit Spielbeginn keinen Zweifel aufkommen, wer Herr im Haus war, und zeigte dem Turnerbund die Grenzen auf. Ohne Bodo Leckelt - "es war an der Zeit, dass andere meine Spielanteile in den letzten Partien bekommen" - war es besonders Patrick Vogt, der sich gegen den übermächtigen Gegner stemmte.

Der zukünftige Mettmanner riss das Angriffsspiel in der ersten Halbzeit an sich, gab Spielzüge vor und arbeitete unermüdlich. Mit sieben Toren gehörte er neben Moritz Blau (8) zu den erfolgreichsten Wülfrather Werfern. Dass der Rückstand zur Pause nicht höher ausfiel, lag allerdings an der Tatsache, dass Aldekerk hin und wieder das Tempo herausnahm.

Schaulaufen des Spitzenteams in der zweiten Halbzeit

Becker, Sippli - Grugel (1), Horn (1), Amuser (1), Steffens (6), Vogt (7), Teermann (2), Krohm, Blau (8), Sorgnit (5/3)

Die zweite Halbzeit geriet dann zum Schaulaufen des Spitzenteams. "Aldekerks Art zu spielen, gehört in der Oberliga schon zum Besten", erkannte Leckelt an. Die Gastgeber, führten zwischenzeitlich mit zehn Toren und waren mindestens eine Klasse besser als Wülfrath. Die treuen TBW-Fans, die bei jedem Auswärtsspiel dabei sind, waren jedoch alles andere als enttäuscht. Und das war beileibe nicht immer so nach den Niederlagen in dieser Saison.

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