Mit einem Sieg in Hiesfeld würde Mettmann den Klassenerhalt klar machen. Bei einem Unentschieden beginnt das Rechnen.

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Markus Neusser (Mitte) und seine Spieler, denen er hier auf der Bank genaue Anweisungen gibt, können heute in Hiesfeld den Abstiegskampf mit einem Sieg abhaken.

Markus Neusser (Mitte) und seine Spieler, denen er hier auf der Bank genaue Anweisungen gibt, können heute in Hiesfeld den Abstiegskampf mit einem Sieg abhaken.

Simone Bahrmann

Markus Neusser (Mitte) und seine Spieler, denen er hier auf der Bank genaue Anweisungen gibt, können heute in Hiesfeld den Abstiegskampf mit einem Sieg abhaken.

Mettmann. Mettmanns Trainer Markus Neusser ist zweifellos ein Optimist. Die Ergebnisse, die er seit seinem Einstieg als Trainer bei der Oberliga-Mannschaft von ME-Sport erzielt hat, geben ihm aber auch Recht. Deshalb sieht er einen Erfolg im letzten und für Mettmann entscheidenden Saisonspiel in Hiesfeld (Samstag, 18.30 Uhr) als "verdienten Lohn für das, was wir uns in der Rückrunde erarbeitet haben".

Vor allen Dingen hat es Neussers Mannschaft selbst in der Hand, den Lohn für ihre Arbeit - nämlich den Klassenerhalt - einzustreichen. Sie muss "nur" gewinnen. Und das betrachtet der Trainer ganz sportlich mehr als Chance denn als Last: "Wir haben die Hinrunde in den Sand gesetzt und die Rückrunde hart gearbeitet. Da dürfen wir uns nicht beklagen, dass wir am letzten Spieltag noch punkten müssen."

"Wir werden Hiesfeld 60 Minuten lang Volldampf-Kampf anbieten. Dann sollen sie zeigen, ob sie mitmachen wollen."

Markus Neusser, Trainer ME-Sport

Nachdem Mettmann-Sport unter Neussers Führung nach und nach seinen Auswärts-Komplex abgelegt hat, stehen die Chancen für die Mannschaft beim TV Jahn Hiesfeld nicht schlecht. Denn für die Hiesfelder geht es im Gegensatz zu Mettmann um gar nichts mehr. So gaben sie auch im vorigen Spiel gegen Mettmanns direkten Konkurrenten im Abstiegskampf, die SG Dülken, mit einer 28:33-Niederlage die Punkte ab. "Da haben sie nicht den Eindruck gemacht, dass sie sich noch zerreißen", interpretiert Neusser seine Beobachtungen und kündigt an: "Wir werden Hiesfeld über 60 Minuten Volldampf-Kampf anbieten. Dann sollen sie zeigen, ob sie mitmachen wollen." Kein schöner Handball sei gefragt, sondern erfolgreicher.

Alle Mann an Bord - plus Torwart-Joker Ingo Förster

Personell ist Mettmann-Sport - für seine Verhältnisse in dieser Saison - gut gerüstet. Torwart Hans-Willi Hinzen war wohl die Woche über krank, ist aber dabei. Als besonderen Joker nimmt Neusser neben ihm und Tobias Töpfer auch noch Ingo Förster mit, der trotz Pseudo-Ruhestands noch immer eine Bank ist. Die Feldspieler sind, bis auf die Langzeit-Verletzten, alle einsatzbereit. Besonders erfreut ist Markus Neusser, dass Linkshänder Maik Schneider im Spiel gegen Hilgen in der vorigen Woche gezeigt hat, dass er wieder eine echte Verstärkung für seine Mannschaft ist.

Einen Fanbus hat ME-Sport nicht organisiert. Doch Neusser hofft, dass trotzdem viele Mettmanner seine Mannschaft in Dinslaken-Hiesfeld (Gustav-Heinemann-Schulzentrum, Kirchstraße 55) unterstützen.

Wenn die Mettmanner in Hiesfeld gewinnen, bleiben sie, egal wie die anderen spielen, in der Oberliga.

Wenn die Mettmanner verlieren, würden sie nur in der Klasse bleiben, wenn auch Kapellen in Dülken und Ratingen in Hilgen verlieren.

Wenn die Mettmanner sich unentschieden von Hiesfeld trennen, ist es für ME-Sport egal, wie Ratingen spielt. Aber Kapellen darf nicht mehr als einen Punkt in Dülken holen. Denn Mettmann hat im direkten Vergleich gegenüber allen Abstiegskandidaten - Dülken, Kapellen und Ratingen - die schlechteren Karten.

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