Nach drei roten Karten weigert sich die HSG, das Spiel beim Stand von 25:19 für die SG Langenfeld fortzusetzen.

Handball-Oberliga
Andreas Nelte erzielte für die SG Langenfeld im Spiel gegen die Bergischen Panther einen Treffer.

Andreas Nelte erzielte für die SG Langenfeld im Spiel gegen die Bergischen Panther einen Treffer.

Dirk Thomé

Andreas Nelte erzielte für die SG Langenfeld im Spiel gegen die Bergischen Panther einen Treffer.

Langenfeld. Das hat es in der Chronik der Langenfelder Handballer noch nicht gegeben: Im Oberligaspiel der SGL gegen die HSG Bergische Panther sorgten die Gäste in der 54. Minute für einen Spielabbruch, da sie sich weigerten, auf das Parkett der KAG-Halle zurückzukehren.

„Ich bin konsterniert und ratlos. So etwas habe ich noch nicht erlebt.“

Klaus Majeres, Abteilungsleiter der SG Langenfeld

Vorausgegangen waren binnen kurzer Zeit drei rote Karten für die Panther: die erste wegen einer Tätlichkeit gegen Niklas Körner, die zweite und dritte wegen Meckerns und Schiedsrichterbeleidigung. Den beiden bis dahin tadellos leitenden Schiedsrichtern vom TB Wülfrath blieb keine andere Wahl, als die Partie beim Stand von 25:19 (10:12) für die Gastgeber abzubrechen. Keine Frage, dass diese grobe Unsportlichkeit ein Nachspiel beim Handball-Verband Niederrhein haben wird.

Das SGL-Team stand ein wenig ratlos auf dem Platz: „Geht es nun weiter oder was passiert jetzt?“ fragten sich Spieler und Trainer. Abteilungsleiter Klaus Majeres zeigte sich entsetzt: „Ich bin konsterniert und ratlos. So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Sein Stellvertreter Uwe Stolley urteilte: „Die Schiedsrichter hatten das Spiel bis zum Abbruch völlig in der Hand, leiteten ausgezeichnet. Aber was sich die Panther leisteten, geht überhaupt nicht.“

SGL dreht nach der Halbzeitpause auf

Sie hatten ganz offensichtlich ihren Einbruch nach der Pause, der schließlich in einen Sechs-Tore-Rückstand mündete, nicht verkraftet. Er kam vor allem aufgrund einer bemerkenswerten Steigerung der SGL mit Beginn der zweiten Halbzeit zustande. Genauso sah es Trainer Michael Pütz: „In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme in der Abwehr, deckten jedoch danach kürzer und ließen die Solinger nicht mehr so ins Spiel kommen wie zuvor.“

Der beste Panther, Erwin Reinacher, trumpfte im linken Rückraum zunächst fast nach Belieben auf und erzielte sieben Tore. Dann wurde sein Aktionskreis eingeschränkt, und André Eich wurde immer stärker. Er war mit Torwart Tobias Geske der überragende Spieler, versenkte alle sechs Siebenmeter und erzielte außerdem acht Feldtore, so dass er mit 14 Treffern den Hauptanteil am Sieg hatte.

Geske ließ nach der Halbzeit nur noch sieben Gegentore zu, parierte zwei Siebenmeter und spornte seine Vorderleute damit zu einer der besten Saisonleistungen vor eigenem Publikum an. Sie ist umso höher zu bewerten, da mit David Rosiak (krank), Tim Schickhaus (verletzt) und Vinzenz Preissegger (privat verhindert) drei Stammspieler fehlten, so dass Stefan Wagener, der die erfolgreiche Zweite trainiert, einspringen musste.

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