Der Abstiegskandidat will gegen Hamborn gute Leistung in Zählbares ummünzen.

handball-oberliga
Ab durch die Mitte: Robin Flemmig von ME-Sport. Archiv

Ab durch die Mitte: Robin Flemmig von ME-Sport. Archiv

Stefan Fries

Ab durch die Mitte: Robin Flemmig von ME-Sport. Archiv

Mettmann. In den vergangenen drei Spielen gegen die Sportfreunde Hamborn 07 haben die Oberliga-Handballer von ME-Sport immer mit wenigstens acht Toren Unterschied verloren. Das ist eigentlich kein gutes Vorzeichen für das Heimspiel am Samstagabend (19.45 Uhr, Herrenhauser Straße). Doch Trainer Markus Neusser ist ganz locker vor dieser Begegnung: „Ich freu’ mich auf das Spiel, weil die Jungs wirklich kämpfen und nicht nachlassen. Allerdings haben wir deutlich zu wenig Punkte.“

Trainer Neusser fordert vollen Einsatz bis zur letzten Minute

Widersprechen kann man Neusser in keiner Hinsicht. Tatsächlich haben die teilweise wirklich guten Leistungen und der engagierte Kampf seiner Mannschaft bisher deutlich zu wenig eingebracht. Sonst stände Mettmann nicht auf dem vorletzten Platz. Wie Neusser aber auch eingesteht, sind es nicht nur Pech und widrige Umstände, die seine Mannschaft in Spielen wie dem vorigen in Essen nach großem Einsatz mit leeren Händen dastehen lassen. Erstaunlicherweise haben seine Spieler immer noch so viel Selbstbewusstsein, auf des Messers Schneide große Chancen mit zu lässigen Aktionen, wie versuchten Hebern und Drehern am Torwart vorbei, auszulassen. Deshalb fordert auch Neusser nicht zum ersten Mal vollen Einsatz bis zur letzten Minute.

Hamborn habe zwar nach einem verkorksten Saisonstart nichts mehr zu gewinnen oder zu verlieren, stellt Mettmanns Trainer fest, „sie fahren jetzt aber auch beständig gute Ergebnisse ein“. Mit dem Heimvorteil im Rücken kann ME-Sport trotzdem sicher etwas reißen, wie es die Mannschaft ja auch beim 32:32 gegen den haushohen Favoriten Mönchengladbach im vorigen Heimspiel bewiesen hat. „Hamborn ist sicher individuell besser besetzt als wir. Aber wir haben uns auf einige ihrer Stärken gezielt vorbereitet“, versichert Neusser.

Ihm fehlen in dieser Partie neben dem Langzeitverletzten Philip Kostros auch wieder die beiden Außen Tim Schirweit (Knieverletzung) und Philip Werner (Nackenverletzung). Doch für die Linksaußen-Position hat Mettmann durchaus Alternativen, wenn ansonsten alle Spieler fit sind. Ausschlaggebend für einen Erfolg gegen Hamborn wird aber die Tagesform der Mettmanner Torhüter sein, wie auch der Trainer betont: „Wir können es nur mit einem guten Torwart und einer stabilen Abwehr packen.“

Mit 9:25 Punkten und 507:559 Toren belegt Mettmann Rang 14, Hamborn (18:18/568:565) ist Sechster.

ME-Sport verlor mit 30:40.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer