Gegen den TV Kapellen hat Mettmann-Sport im Hinspiel die heftigste Schlappe erlebt. Für das Rückspiel fordert Trainer Markus Neusser vollen Einsatz.

Markus Neusser hat schon im ersten Spiel als Trainer der Mettmanner Ersten gezeigt, dass er am Spielfeldrand voll mitgeht.
Markus Neusser hat schon im ersten Spiel als Trainer der Mettmanner Ersten gezeigt, dass er am Spielfeldrand voll mitgeht.

Markus Neusser hat schon im ersten Spiel als Trainer der Mettmanner Ersten gezeigt, dass er am Spielfeldrand voll mitgeht.

Simone Bahrmann

Markus Neusser hat schon im ersten Spiel als Trainer der Mettmanner Ersten gezeigt, dass er am Spielfeldrand voll mitgeht.

Mettmann. Wenn es Spiele gibt, an die eine Mannschaft nicht erinnert werden möchte, dann wird es für die Oberliga-Handballer von Mettmann-Sport sicher das Auftaktspiel dieser Saison sein. Da gingen sie immerhin mit 17 Toren Differenz beim TV Kapellen unter. Am Freitag um 19.30 Uhr kommt es in Mettmann zum Rückspiel. Da die Kapellener nur einen Platz vor dem Vorletzten Mettmann stehen, erhält das Spiel für ME-Sport zusätzliche Brisanz.

Trainer möchte an positive Ansätze der Vorwoche anknüpfen

"Ich habe vom Hinspiel keine Videoaufzeichnung. Und wenn ich eine hätte, würde ich sie meiner Mannschaft garantiert nicht zeigen", erklärte Mettmanns neuer Trainer Markus Neusser mit Blick auf das Auftaktdebakel.

Er möchte vielmehr an die positiven Aspekte des Vorwochenspiels gegen Hiesfeld anknüpfen, als seine Mannschaft zumindest einen Punkt holte (35:35). "Die Einstellung hat gestimmt. Wir müssen nur unbedingt vorne die Quote verbessern."

Wenn Neusser auch gar nicht riesig auf den Gegner, sondern viel mehr auf die eigene Leistung seiner Mannschaft schauen will, so sieht er doch auch, dass die Stärken des TV Kapellen klar im Rückraum liegen. Dort ist Christian Lange auf Halblinks der Haupttorschütze. Und auf der rechten Seite sorgt Linkshänder Martin Dudler für Gefahr. "Kapellen wirft durchaus mal 38 Tore, kassiert aber auch schon mal 39", stellt Neusser fest.

Gefragt ist der Blick für den besser platzierten Mitspieler

Er hofft, dass sich die Mettmanner Abwehr weiter stabilisiert und nicht, wie in der zweiten Halbzeit gegen Hiesfeld, permanent durch Zweiminuten-Strafen geschwächt wird. "Wir müssen insgesamt in der Abwehr einen Tick cleverer sein."

Etwas mehr Überblick wünscht sich Neusser für den Angriff. Dass sich gerade Maik Schneider im vorigen Spiel sehr viele Würfe genommen hat, wertet der trainer als positiv. Schlimmer sei es, wenn sich sein einziger Rückraum-Werfer nichts zutrauen würde.

Die schlechte Trefferquote sei das eine, der Blick für den besser stehenden Mitspieler das andere: "Wir müssen viel öfter den Pass dahin bringen, wo es die beste Wurfposition gibt. Es fehlt bei uns noch der letzte Pass, auch mal zum Außen oder Kreis."

Das Ausschlaggebende für Neusser ist aber weiterhin der Einsatzwille seiner Spieler. Mit absoluter Bereitschaft könne Mettmann in eigener Halle jedem Gegner den Zahn ziehen. "Wir müssen gegen Kapellen einfach zuhause die Punkte holen. Wenn wir 60 Minuten am Kabel ziehen, können wir es schaffen."

Fehlen wird dem Mettmanner Trainer gegen Kapellen nicht nur der verletzte Willi Goldau, sondern auch Neuzugang Peter Weiß, der privat verhindert ist. Entwarnung hat Neusser von Alex Graf bekommen, der nach seiner Verletzung im Spiel gegen Hiesfeld schon am Dienstag wieder trainieren konnte und auf jeden Fall am Samstag dabei sein wird.

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