Mettmann-Sport muss sich nach einem tollen Spiel gegen den frischgebackenen Meister TG Hilgen am Ende doch mit 29:31 geschlagen geben.

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Mettmanns Moritz Hinnenthal schaffte es nur in der Anfangsphase gegen die beiden Zweimeter-Männer Tim Minezlaff (links, Nr. 11) und Rainer Hantusch (rechts, Nr. 10) zu Toren zu kommen.

Mettmanns Moritz Hinnenthal schaffte es nur in der Anfangsphase gegen die beiden Zweimeter-Männer Tim Minezlaff (links, Nr. 11) und Rainer Hantusch (rechts, Nr. 10) zu Toren zu kommen.

Simone Bahrmann

Mettmanns Moritz Hinnenthal schaffte es nur in der Anfangsphase gegen die beiden Zweimeter-Männer Tim Minezlaff (links, Nr. 11) und Rainer Hantusch (rechts, Nr. 10) zu Toren zu kommen.

Mettmann. Die Oberliga-Handballer von Mettmann-Sport waren gegen den Spitzenreiter TG Hilgen so nah dran an einer Sensation und damit an ihrem sicheren Klassenerhalt. Doch am Ende konnten die Mettmanner mit ihren Gästen aus Hilgen nicht mitfeiern. Hilgen wäre auch ohne den 31:29 (13:15)-Sieg aufgestiegen, da der Solinger BHC gegen Kapellen verloren hatte. Doch der Spitzenreiter wollte seine zahlreich mitgereisten Fans offensichtlich mit einem Sieg belohnen, den er sich hart erkämpfen musste.

Hilgener Rückraum-Riesen verbuchen 16 Treffer

Am Ende passierte das, was Mettmanns Trainer Markus Neusser befürchtet und seine Mannschaft über weite Strecken des Spiels verhindert hatte: Hilgens Rückraum-Riesen Rainer Hantusch und Tim Menzlaff waren nicht mehr zu bremsen und schossen mit insgesamt 16 Toren ihr Team zum Sieg. "Das ist das, was uns fehlt: Einer, der aus dem Rückraum einfache Tore machen kann. Hilgen hat direkt zwei davon", stellte Neusser kopfschüttelnd fest und gratulierte dem Gegner brav zum Aufstieg.

Mit zwei vorgezogenen Abwehrspielern und den stark blockenden Mittel-Abwehrspielern Matthias Späth und Dominik Wittgens hatte Mettmanns Trainer genau das richtige Mittel gefunden. Hilgen kam zeitweise komplett aus dem Rhythmus. Mettmann kämpfte beeindruckend und Hans-Willi Hinzen im Tor knüpfte an seine guten Leistungen der vergangenen Wochen an.

Doch von Anfang an machten sich die Mettmanner das, was sie hinten erarbeiteten, vorne wieder mit einer katastrophalen Trefferquote kaputt. Doch ihren 1:5-Rückstand (7.) machten sie wett, glichen durch Matthias Späth in der 21. Minute aus und waren nun eindeutig die spielbestimmende Mannschaft. Maik Schneider, der einen guten Tag erwischte, traf erstmals zu einem Zweitorevorsprung (28., 14:12).

Und auch nach dem Wiederanpfiff der sehr guten Schiedsrichter blieb ME-Sport tonangebend. Doch langsam schien Mettmann etwas die Kraft auszugehen. Hilgens Rückraum-Schützen nutzten konsequent Freiwürfe zu einfachen Toren.

Ab der 45. Minute übernimmt der Regionalliga-Aufsteiger die Regie

Töpfer, Hinzen (1) - Schirweit, Klein (9/39, Späth (2), Osterc (3), Schneider (5), Paukert, Hinnenthal (4), Graf (4), Weiß, Wittgens, Böhmer

In der 44. Minute konnte der Spitzenreiter der Liga zum 22:22 ausgleichen. Zehn Minuten hielt Mettmann das Spiel noch offen, doch nach dem 27:27 durch Christian Klein erhielten Alex Graf und Dominik Wittgens kurz hintereinander Zeitstrafen. Und in Unterzahl konnte Mettmann Hilgens Rückraumschützen nicht mehr bremsen.

"Wir haben Hilgen alles abverlangt", stellte Neusser fest und hatte damit sicher Recht. Mettmann hätte einen Punkt verdient gehabt. Jetzt wird sich am letzten Spieltag entscheiden, wer absteigt. Mettmann hat es selbst in der Hand, mit einem Sieg in Hiesfeld alles klar zu machen. Markus Neusser klang sehr überzeugt als er feststellte: "Das werden wir gewinnen. Die Mannschaft hat es verdient, in der Oberliga zu bleiben."

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