Wie beim unerwarteten Sieg in Mönchengladbach hofft Mettmann auch gegen Dinslaken auf einen Erfolg.

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Alles andere als einen Sonntagsspaziergang erwartet ME-Sport-Trainer Markus Neusser beim MTV Rheinwacht Dinslaken.

Alles andere als einen Sonntagsspaziergang erwartet ME-Sport-Trainer Markus Neusser beim MTV Rheinwacht Dinslaken.

Simone Bahrmann

Alles andere als einen Sonntagsspaziergang erwartet ME-Sport-Trainer Markus Neusser beim MTV Rheinwacht Dinslaken.

Mettmann. Es gibt Serien, die will man so schnell wie möglich beenden. Die Oberliga-Handballer von Mettmann-Sport haben am Sonntagvormittag (11.15 Uhr) beim MTV Rheinwacht Dinslaken in der Douvermann-Halle (Dinslaken) die Chance, nach drei Niederlagen und einem spielfreien Wochenende endlich wieder in die Erfolgsspur zu finden. Das wird aber laut Mettmanns Trainer Markus Neußer alles andere als ein Sonntagsspaziergang.

Vor Spielertrainer Timofte hat Markus Neusser Respekt

Die Dinslakener mit ihrer langjährigen Spielertrainer-Ikone Marius Timofte sind eine eingeschworene Einheit. Und nach zwei Niederlagen zu Beginn der Spielzeit platzte bei den Rheinwächtern ausgerechnet im Lokalderby gegen Jahn Hiesfeld der Knoten. Gestützt auf den sicheren Rückhalt, Torwart Andor Schneider, und nicht zuletzt durch Timofte selbst holten sie danach 6:0 Punkte.

Erst beim jüngsten Spiel in Mönchengladbach verlor man neben zwei Punkten auch Keeper Schneider, der sich in den letzten Minuten der Partie einen Muskelfaserriss zuzog und auch gegen Mettmann ausfällt. Gerade das sollte der Neusser-Truppe Motivation geben. Denn eben diese Mönchengladbacher haben Phillip Kostros, Matthias Reimer und Co. am zweiten Spieltag 32:28 niedergerungen.

„Es ist extrem wichtig, dass wir wenig Fehler machen und unsere Linie diszipliniert beibehalten“, fordert Neusser, der sich auch nicht von der 0:6-Punkteserie verrückt machen lässt. „Natürlich hätte ich gerne ein paar Zähler mehr. Aber wir sind in den Bereichen, wo wir uns erwartet hatten, und arbeiten in Ruhe weiter“, erklärt der Coach.

Von einer besonderen Abwehrmaßnahme in Form von eventueller Manndeckung gegen Timofte will Neusser erst einmal nichts wissen. „Dafür ist es eine richtige ausgebuffte Truppe. Die trainieren die Situation ohne ihn häufiger als mit ihm. Und das seit Jahren“, ist er sich sicher. Laut ihrem Trainer werden die Kreisstädter die Punkte am Niederrhein zwar nicht geschenkt bekommen, wollen sich aber ihrerseits auch nicht kampflos geschlagen geben.

Torhüter und Abwehr dürfen sich auf eine Menge Arbeit einstellen

Dinslaken hat nach sechs Spieltagen ein ausgeglichenes Punktekonto (6:6) und ist Siebter. Mettmann hat ein Spiel weniger auf dem Konto und ist mit 4:6 Zählern Zehnter.

In der vergangenen Spielzeit musste ME-Sport in heimischer Halle eine 32:34-Niederlage einstecken. Im Rückspiel gab es eine deftige Packung: Dinslaken gewann 36:24.

Sicher wird die Abwehr besonders gefordert werden. Und auch die Torhüter Jan Sippli und Matthias Piecuch dürften sich nicht über zu wenig Arbeit am Wochenende beklagen. Während Alexander Metz für die zweite Mannschaft in der Landesliga auflaufen soll, steht Stefan Verholen seinem Coach wegen einer Handverletzung ebenfalls nicht zur Verfügung. Ansonsten kann Neusser auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Vielleicht schafft Mettmann-Sport auswärts gegen einen favorisierten Gegner ja wieder eine Überraschung, wenn keiner damit rechnet. So wie gegen Mönchengladbach.

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