Mit einem 19:19 holt Mettmann ein wichtiges Remis gegen das Spitzenteam aus Mönchengladbach. Ein Sieg wäre durchaus möglich gewesen.

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Der sonst so treffsichere Christian Klein verzweifelte fast an Gladbachs Torwart René Mayeur.

Der sonst so treffsichere Christian Klein verzweifelte fast an Gladbachs Torwart René Mayeur.

Simone Bahrmann

Der sonst so treffsichere Christian Klein verzweifelte fast an Gladbachs Torwart René Mayeur.

Mettmann. Gar keine Frage: Als abstiegsgefährdeter Drittletzter gegen eine Oberliga-Spitzenmannschaft wie Borussia Mönchengladbach einen Punkt zu holen, ist ein Erfolg.

Und Mettmann-Sport konnte damit auch noch seine kleine Serie niederlagenloser Spiele auf fünf Begegnungen verlängern und sich ein Pünktchen und einen Rang weiter vom ersten Abstiegsplatz entfernen.

Trotzdem war Mettmanns Trainer Markus Neusser nach dem 19:19 (11:12) nicht gerade zu Jubelstürmen zumute: "Hätten wir gewonnen, wäre das verdient gewesen, wir haben uns mal wieder nicht belohnt."

Auch Hans-Willi Hinzen verdient sich im Mettmanner Tor Bestnoten

Mettmann hat den einen Punkt ganz klar gegen Mönchengladbachs Torhüter René Mayeur verloren. Mit sage und schreibe 30 Fehlwürfen ist ein Handball-Spiel in der Oberliga eben kaum zu gewinnen.

Mayeur gewann das Torhüter-Duell gegen Mettmanns ebenfalls klasse haltenden Hans-Willi Hinzen, der auch gut 20 Bälle abwehrte, nur knapp. Besonders Mettmanns sonst besten Werfer Christian Klein, der siebenmal am Torhüter scheiterte, trieb Mayeur förmlich zur Verzweiflung.

Mettmanns Abwehr steht erneut sehr stabil

Mettmanns Trainer Neusser fasste die Leistung seiner Mannschaft, die ohne den gesperrten Maik Schneider und den verletzten Willi Goldau auskommen musste, sehr treffend zusammen: "Eine gute Abwehr, ein guter Torwart, vorne vieles gut gemacht, bis auf den Abschluss. So viele Torchancen muss man sich gegen ein Spitzenteam erst einmal erarbeiten."

Die Mönchengladbacher mussten auf zwei ihrer Besten verzichten: den mit Verdacht auf Bandscheibenvorfall nur in der Abwehr sporadisch auflaufenden Martin Kuhlen und den ebenfalls verletzten Stefan Bleich. Die Gäste verspielten in Mettmann wahrscheinlich ihre letzte Chance auf den möglichen Aufstieg.

Sie konnten sich gegen die starke Mettmanner Abwehr um Dominik Wittgens und Mathias Späth nie mit mehr als zwei Toren absetzen (12. Minute, 6:4; 27., 12:10). Mit einem wunderschönen Kemper-Anspiel von Rechtsaußen Klein auf den in der Mitte in den Kreis springenden Alex Graf erzielte Mettmann zur Pause das 11:12 und blieb dran.

Nach der Pause hatte ME-Sport seine stärkste Phase und setzte sich bis zur 39. Minute sogar auf 15:13 ab. Doch dann gelangen in 21 Minuten eben nur noch magere vier Tore.

Martin Paukert schaffte in der 57. Minute in Unterzahl noch die 19:18 Führung. Doch in der 59. Minute glich Mönchengladbach - nun selbst mit einem Mann weniger - aus, nachdem Paukert vollkommen ohne Not noch einen Gewaltwurf versuchte.

In der dramatischen Schlussphase verloren Gladbachs Daniel Spix und Torhüter Mayeur die Nerven und sahen beide die rote Karte. Doch Mettmann blieben da nur noch drei Sekunden, um die nun dreifache Überzahl zu nutzen.

Als Timm Schirweit trotzdem noch auf Linksaußen völlig frei zum Wurf kam und am Gladbacher Ersatztorhüter scheiterte, war das nur die tragische, aber konsequente Fortsetzung der Mettmanner Abschluss-Schwäche.

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