Der ehemalige Rückraumschütze der Unitas Haan sitzt am Samstag gegen Hiesfeld erstmals als Trainer bei der Ersten von Mettmann-Sport auf der Bank.

Markus Neusser bei seinem letzten Spiel: Der Unitas Haan half er noch beim Aufstieg in die Verbandsliga, musste in der anschließenden Saison nach dem Auftaktspiel in Wülfrath aber verletzt aufgeben.
Markus Neusser bei seinem letzten Spiel: Der Unitas Haan half er noch beim Aufstieg in die Verbandsliga, musste in der anschließenden Saison nach dem Auftaktspiel in Wülfrath aber verletzt aufgeben.

Markus Neusser bei seinem letzten Spiel: Der Unitas Haan half er noch beim Aufstieg in die Verbandsliga, musste in der anschließenden Saison nach dem Auftaktspiel in Wülfrath aber verletzt aufgeben.

Jürgen Venn

Markus Neusser bei seinem letzten Spiel: Der Unitas Haan half er noch beim Aufstieg in die Verbandsliga, musste in der anschließenden Saison nach dem Auftaktspiel in Wülfrath aber verletzt aufgeben.

Mettmann. Kalle Töpfer hat als Trainer des Mettmanner Handball-Oberligisten nicht einmal das Ende der Hinrunde überstanden. Vor dem letzten Spiel, Samstag um 19.30 Uhr im Herrenhaus gegen Jahn Hiesfeld, hat Mettmann-Sport den Lenker am Spielfeldrand ausgetauscht. Richten soll es jetzt Markus Neusser. Der 27-jährige ehemalige Rückraum-Werfer (Unitas Haan, Uerdingen) hatte im November als Trainer das Landesliga-Team der Mettmanner von Markus Ordon übernommen.

Am Montag hat der Verein Neusser gefragt, am Dienstag hat er trainiert

"Wir mussten jetzt reagieren", erklärt Mettmanns Herren-Manager Markus Flieter. In Hilgen hatte ME-Sport erneut ein Auswärtsspiel katastrophal hoch (23:37) verloren. "Kalle hat irgendwie die Mannschaft nicht mehr erreicht", erklärte Flieter, warum der Trainer gehen musste. Klar sei aber, dass jetzt die Mannschaft in der Pflicht stehe. "Jetzt müssen die Spieler zeigen, dass sie bereit sind zu kämpfen. Wir wollen die Klasse unbedingt erhalten."

Markus Neusser, für den Mettmann die erste Trainerstation ist, geht selbstbewusst an die Aufgabe heran: "Ich bin am Montag gefragt worden, ob ich die Aufgabe übernehmen würde. Natürlich ist das nichts, bei dem man mal eben so in die Hände klatscht und sagt: das mach’ ich. Aber ich traue mir das durchaus zu, und ohne Grund wird mich der Vorstand ja auch nicht gefragt haben." Er setzt auf intensive Trainingsarbeit und will der Mannschaft Selbstvertrauen zurückbringen. "Die Situation sieht ähnlich aus wie in der Zweiten: Eine Mannschaft, die besser ist als ihre Tabellensituation und kein Selbstbewusstsein hat."

Klar ist dem neuen Trainer, dass die 1. Mannschaft von ME-Sport bei ihrer personellen Ausstattung keine Alternativen zu ihrem auf Tempo angelegten Spiel hat. "Wir müssen aber unbedingt die Fehlerquote senken und in der Abwehr vernünftig stehen. Ansonsten geht es nur über den Einsatz. Jetzt müssen alle Spiele volle Pulle gehen."

Erst einmal soll die Mannschaft wieder ihr Publikum begeistern

Dem Spiel gegen den Tabellenachten TV Jahn Hiesfeld sieht Neusser relativ entspannt entgegen. "Das ist noch kein Schicksalsspiel. Wir haben noch die ganze Rückrunde Zeit. Erst einmal müssen wir die Zuschauer mit einer engagierten Leistung wieder fest auf unsere Seite bringen. Hiesfeld ist eine Mannschaft, gegen die man in Heimspielen durchaus eine Chance hat." Einige der Hiesfelder Spieler kennt der neue Mettmanner Trainer noch aus seiner eigenen aktiven Zeit, die er wegen einer Knieverletzung Anfang der vergangenen Saison beenden musste.

Eines ist für Neusser sonnenklar: Die Handball-Abteilung hat sich zu dem Trainerwechsel entschlossen, um das Schlimmste, nämlich den Abstieg, zu vermeiden. Darüber hinaus will er auch gar nicht laut nachdenken: "Wir müssen den Karren bis zum Sommer aus dem Dreck ziehen. Dann schauen wir mal weiter."

Am Samstag und in den nächsten Wochen wird Mettmann-Sport bei seinem Projekt Klassenerhalt erst einmal auf Rückraumspieler Willi Goldau verzichten müssen. "Er muss an der Hüfte operiert werden, im Moment sieht es aber nicht so aus, dass er wie befürchtet die ganze Rückrunde ausfällt", berichtet Manager Flieter. "Nach zwei oder drei Wochen wird er wohl wieder trainieren können."

Anzeige

 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer