Der TV Ratingen spielt unentschieden gegen den LTV Wuppertal.

Mit seiner starken Leistung brachte der Ratinger Linksaußen Max Beckmann den Wuppertaler Torwart immer wieder zur Verzweiflung.
Mit seiner starken Leistung brachte der Ratinger Linksaußen Max Beckmann den Wuppertaler Torwart immer wieder zur Verzweiflung.

Mit seiner starken Leistung brachte der Ratinger Linksaußen Max Beckmann den Wuppertaler Torwart immer wieder zur Verzweiflung.

Pierre-Claude Hohn

Mit seiner starken Leistung brachte der Ratinger Linksaußen Max Beckmann den Wuppertaler Torwart immer wieder zur Verzweiflung.

Wuppertal. Totgesagte leben länger. Dies bestätigten die Oberliga-Handballer des TV Ratingen beim LTV Wuppertal. Obwohl die seit Wochen erfolglose Ratinger Mannschaft mit einer Rumpftruppe antreten musste, erkämpfte sich das Team von Trainer Manfred Brunke nach aufopferungsvollem Kampf und dramatischem Spielverlauf eine 25:25 (11:12)-Punkteteilung. Damit haben die Gäste als Schlusslicht den Sprung auf den zwölften Platz, ein Nichtabstiegsplatz geschafft. Entsprechend wurde der Punktgewinn noch in der Halle von den Ratingern gefeiert.

Beckmann machte das Unmögliche möglich

Zum besten Spieler in der Barmer Halle avancierte Max Beckmann. Der Linksaußen stand in der Abwehr hervorragend und brachte den ansonsten starken Wuppertaler Torwart Benedikt Höß schier zur Verzweiflung. Elfmal traf Beckmann ins Schwarze, und das meist aus unmöglichem Winkel. Dass die Mannschaft des TVRatingen wieder eine Seele hat, wurde ab der 38. Minute deutlich. Da sah Raoul Langenmayr nach einem rüden Foul die rote Karte. Spätestens jetzt dachten die wenigen Ratinger Schlachtenbummler, dass der TV Ratingen einpacken kann. Doch es kam anders: Nun musste der Nachwuchsspieler Moritz Metelmann die verantwortungsvolle Position im linken Rückraum übernehmen. Und der 20-Jährige löste seine Aufgabe mit Bravour. Selbst Rückstände von zwei bis drei Toren schockten die Gäste nicht. Immer wieder von Matthias Gloyna angetrieben, steckte der TVR nie auf. Beckmann traf zum 21:21-Ausgleich, und Metelmann sowie erneut Beckmann warfen die Ratinger mit 23:21 in Führung.

Doch auch die Wuppertaler zeigten Moral, kamen wieder heran und gingen mit 25:24 in Führung. Noch 55 Sekunden waren da zu spielen. Manfred Brunke nahm eine Auszeit, setzte alles auf eine Karte. Sogar der Torwart wurde vom Feld genommen. Dafür wurde Benni Wurth als siebter Feldspieler gebracht. Bei diesem Wechselspiel gab es noch ein Riesentheater. Weil Wurth nicht das richtige Trikot übergestreift hatte, entschieden die Schiedsrichter zunächst auf eine Zwei-Minuten-Strafe, nahmen diese aber später wieder zurück. Und dann startete der TV Ratingen seinen letzten Angriff. Beckmann kam an den Ball und überlistete mit seinem elften Treffer den verzweifelten Wuppertaler Schlussmann zum 25:25-Endstand.

Trainer Manfred Brunke war überglücklich: "Heute hat sich gezeigt, dass die Mannschaft ein Team ist. Jammern gilt nicht mehr. Das hat heute jeder kapiert und entsprechend gekämpft. Da wurde Bällen nachgesetzt. Das habe ich lange nicht mehr erlebt." Allerdings bleibt noch ein bitterer Nachgeschmack, denn der LTV hat Protest eingelegt, weil die Schiedsrichter die Zeitstrafe für Wurth in den Schlusssekunden zurückgenommen hatten.

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