Wülfrather wollen die Niederlage in Remscheid erträglich gestalten.

Der TBW hofft gegen Remscheid auf die Treffsicherheit von Marcel Gerard (hinten). Marco Krohm kann am Samstagabend hingegen nicht eingreifen – er wird mit einem ausgekugelten Zeh wohl einige Wochen ausfallen.
Der TBW hofft gegen Remscheid auf die Treffsicherheit von Marcel Gerard (hinten). Marco Krohm kann am Samstagabend hingegen nicht eingreifen – er wird mit einem ausgekugelten Zeh wohl einige Wochen ausfallen.

Der TBW hofft gegen Remscheid auf die Treffsicherheit von Marcel Gerard (hinten). Marco Krohm kann am Samstagabend hingegen nicht eingreifen – er wird mit einem ausgekugelten Zeh wohl einige Wochen ausfallen.

Simone Bahrmann

Der TBW hofft gegen Remscheid auf die Treffsicherheit von Marcel Gerard (hinten). Marco Krohm kann am Samstagabend hingegen nicht eingreifen – er wird mit einem ausgekugelten Zeh wohl einige Wochen ausfallen.

Wülfrath. "Mit so einer Leistung reicht das einfach nicht", stellte Jörg Märtens, Abteilungsleiter des TB Wülfrath, enttäuscht fest. Diese Aussage stammt jedoch nicht aus der Vorwoche, nachdem der Handball-Oberligist im Heimspiel gegen Mönchengladbach mit 21:36 untergegangen war. Märtens sah sich nach dem Hinspiel Ende September gegen den heutigen Gegner Remscheid (19.15Uhr) zu dieser Aussage gezwungen. Sein Team leistete sich seinerzeit eine 23:30-Pleite gegen den Tabellenführer, der stramm Richtung Aufstieg eilt.

Klassenverbleib und Zukunft der Spieler sind ungewiss

Dass auch Wülfrath am Ende der Saison die Liga wechselt, ist momentan keine Utopie mehr. Der Vorsprung auf den Tabellenvorletzten SG Dülken beträgt nur noch drei Punkte. Viel dramatischer als die Tabellensituation ist dabei das Erscheinungsbild, das der Verein bei seinen Oberliga-Auftritten verbreitet. "Wir werden es definitiv nur gemeinsam schaffen. Alleingänge helfen uns nicht weiter", appelliert Trainer Jurek Tomasik an den Teamgeist. Gerade der fehlte gegen Gladbach völlig, weshalb die Reise nach Remscheid eine hoffnungslose zu werden scheint. "Das Selbstvertrauen ist gleich Null, aber wir wollen sicher kein Kanonenfutter sein", schätzt er die Lage vor dem Kräftemessen mit dem Ersten ein. Man will sich "auf jeden Fall ordentlich präsentieren", obwohl sicher auch Tomasik weiß, dass das Spiel keine Frage nach Sieg oder Niederlage werden wird. "Wir dürfen uns nicht gehen lassen, müssen unsere Fähigkeiten abrufen und alles unternehmen, damit wir wieder in die Spur kommen."

Mit Marco Krohm fällt eine der Stützen der vergangenen Spiele verletzt aus. Gegen Gladbach kugelte sich der Abwehrspezialist einen Zeh aus und fällt vermutlich mehrere Wochen aus. Zudem fehlen in Remscheid der Langzeitverletzte Michael Steffens, Rückraumspieler Thomas Grugel und Philipp Hinkelmann.

So ungewiss wie der Klassenverbleib, ist für viele Spieler auch ihr Engagement in Wülfrath über diese Saison hinaus. "Wir werden in den kommenden Wochen die Gespräche suchen. Aber es wird keine Schnellschüsse geben", erläutert Märtens die Vorgehensweise des Vereins. Dass dieses Tempo jedoch zu langsam sein wird, ist offensichtlich. Einige Akteure stehen auf den Wunschzetteln anderer Vereine, auch wenn sich das Wülfraths Führungsspitze aufgrund der gezeigten Leistungen kaum vorstellen kann. Wenn die Vertragsverlängerungen nicht zügig in Gang kommen, dann sind mit Sicherheit ein paar Spieler weg, mit denen ein Neuanfang durchaus Sinn machen würde. Die positive Zukunft liegt nicht nur in den Händen der Mannschaft, auch die sportliche Kompetenz der Abteilungsleitung wird sich in den kommenden Wochen messen lassen müssen.

Obwohl Remscheid ein Spiel weniger auf dem Konto hat, ist die HGR mit 25:3 Punkten Spitzenreiter. Wülfrath ist Zwölfter (8:22 Punkte).

Remscheid gewann in Wülfrath mit 30:23 (16:12).

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