Vor dem „Endspiel“ am Sonntag in Wuppertal hat sich die Personalsituation des TV Ratingen weiter verschlechtert.

Christian Böcker hat sich verletzt und wird nicht mehr für den TV Ratingen spielen.
Christian Böcker hat sich verletzt und wird nicht mehr für den TV Ratingen spielen.

Christian Böcker hat sich verletzt und wird nicht mehr für den TV Ratingen spielen.

Pierre-Claude Hohn

Christian Böcker hat sich verletzt und wird nicht mehr für den TV Ratingen spielen.

Ratingen. Es will einfach keine Ruhe bei den Oberliga-Handballern des TV Ratingen einkehren. Neueste Hiobsbotschaft: Für Christian Böcker ist die Saison gelaufen. Der Frust über die Niederlage gegen Wülfrath saß bei dem 24-Jährigen so tief, dass er nach dem Spiel seine Wut an der Kabinentür ausließ und sich dabei die Hand brach. Damit ist für Böcker das Kapitel TV Ratingen erledigt, denn er wird im Mai aus beruflichen Gründen nach Hamburg umziehen.

Spieler aus der Ratinger Reserve sollen aufrücken

"Dennoch müssen wir am Sonntag beim LTV Wuppertal irgendwie punkten", sagt TVR-Trainer Manfred Brunke in Anbetracht der weiteren Schwächung vor dem Spiel am Sonntag um 17.30 Uhr an der Heckinghauser Straße. Für ihn ist nun jedes Spiel ein Endspiel um den Klassenerhalt. Mit welcher Mannschaft Schlusslicht TV Ratingen dort auflaufen wird, ist noch ungewiss.

Auf jeden Fall werden zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft mitgenommen. Tristan Beckmann, Moritz-Wolf Metelmann, Simon Krämer und Philipp Jochems kommen dafür in Frage. Zwar hat die "Zweite in der Landesliga keine Abstiegssorgen mehr, aber die Spieler haben sich noch nicht eindeutig entschieden. "Vor einem Jahr war es für jeden Spieler noch eine große Ehre, in der 1. Mannschaft spielen zu dürfen, doch das ist nicht mehr so", erklärt Brunke.

Fest steht aber, dass der Trainer keine andere Wahl hat, als mit jungen Eigengewächsen die Mannschaft zu verstärken. Denn die Leistungsträger wie Langenmayr oder Dieckmann, die beide schon die 30 weit überschritten haben, sind nicht mehr in der Lage, körperlich die volle Spielzeit durchzustehen. Deswegen muss die Bank gut besetzt sein.

Brunke will nach der einwöchigen Karnevalspause den Zusammenschluss zwischen den Spielern aus der zweiten Mannschaft und der Oberliga-Truppe erreichen. "Wir werden dann verstärkt trainieren und zwar zusammen, damit die Spieler sich besser kennenlernen. Schließlich sind es noch zehn Spiele. Da kann also noch für den Klassenerhalt gepunktet werden."

Auch beim LTV sieht es alles andere als rosig aus

Auch beim LTV Wuppertal gibt es Probleme. Die Mannschaft ist nach einem 10:0-Punkte-Start in ein tiefes Loch gefallen und zählt zum erweiterten Kreis der Abstiegskandidaten. Finanzielle Zusagen an die Spieler können wegen der Probleme einiger Sponsoren nicht eingehalten werden. Die Spieler haben die Freigabe ihres Vereins zugesagt bekommen, wenn sie gehen möchten. Bislang hat mit Achim Jansen nur ein Leistungsträger davon Gebrauch gemacht. Der Bruder des Nationalspielers wechselt zum abstiegsgefährdeten Zweitligisten SC Leichlingen.

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