Mit dem 35:33-Heimsieg über den Tabellendritten Mönchengladbach erringt Wülfrath den vierten Sieg in Folge.

Spielertrainer Bodo Leckelt hatte mit seinen sechs Toren selbst einen großen Anteil am Sieg.
Spielertrainer Bodo Leckelt hatte mit seinen sechs Toren selbst einen großen Anteil am Sieg.

Spielertrainer Bodo Leckelt hatte mit seinen sechs Toren selbst einen großen Anteil am Sieg.

Simone Bahrmann

Spielertrainer Bodo Leckelt hatte mit seinen sechs Toren selbst einen großen Anteil am Sieg.

Wülfrath. Der TB Wülfrath ist in der Rückrunde der Handball-Oberliga die Mannschaft der Stunde. Mit dem 35:33 (15:17)-Heimerfolg über Borussia Mönchengladbach hat der TBW den vierten Sieg in Folge eingefahren.

Der Sieg über den klar favorisierten Tabellendritten war ein Erfolg des Willens. "Unglaublich. Großes Kompliment an die Jungs. Als es eng wurde, hat sich jeder zusammengerissen und für den Mitspieler gekämpft", freute sich Wülfraths Co-Trainer Stefan Graedtke, der dem Spielertrainer Bodo Leckelt nach dem Schlusspfiff um den Hals fiel.

Leckelt selbst hatte mit sechs Treffern maßgeblich zum Gelingen des Favoritensturzes an der Fliethe beigetragen. "Wir haben uns nach der schlechten Hinrunde so langsam das Glück erarbeitet. Sprang der Ball bisher vom Innenpfosten raus, dreht er sich jetzt vom Innenpfosten rein", freute sich der Ex-Profi.

Marcel Gerard und Michael Steffens kippen das Spiel zugunsten des TBW

Die Zuschauer bekamen ein gutes und vor allem äußerst spannendes Spiel geboten, in dem Wülfrath den besseren Start erwischte. Leckelt traf zur 5:2-Führung. Mönchenglabach, keineswegs irritiert durch die Leistung der Wülfrather, spulte sein Programm mit stoischer Ruhe herunter und zwang so den TBW vermehrt zu technischen Fehlern.

Nach dem Ausgleich (15.) schien das Spiel zu kippen. Wülfraths rechte Abwehrseite, mit Thomas Grugel und im Wechsel Marc Hellbeck oder Christian Horn, ließ sich vom Gegner düpieren. Der 15:17-Rückstand war die logische Konsequenz. Dass der Rückstand nur zwei Tore betrug, lag am überragenden Martin Becker im Tor, der zwei Siebenmeter und zahlreiche Gegenstöße der Gladbacher entschärfte.

Doch auch Becker konnte den Lauf der Gäste nicht verhindern. Nach dem 23:27 (43.) und einer TBW-Auszeit folgte der Auftritt von Marcel Gerard. Er brachte nicht nur seine Mitspieler auf Touren, sondern auch die Fans. Seine unberechenbaren Aktionen sorgten für die besonderen Momente in dieser Partie. Gerard suchte Zweikämpfe, erzielte wichtige Tore, fand aber auch immer wieder seinen Kreisläufer Michael Steffens, der die teils spektakulären Anspiele in Tore ummünzte.

Nach dem 28:28(50.) geriet der TBW zwar noch einmal mit 31:33 (57.) in Rückstand, doch das geniale Duo Gerard/Steffens drehte das Spiel erneut. "Ich will da heute eigentlich keinen hervorheben, aber Becker war stark und Gerard und Steffens starteten zum Schluss die entscheidenden Aktionen", erklärte Leckelt.

Im Jubel geht sogar das letzte Tor des Spiels vollkommen unter

Nach dem 34:33 durch Gerard 23Sekunden vor Schluss tobte die Halle. Dass Martin Becker nach dem Gladbacher Fehlwurf seine Leistung noch mit einem Feldtor zum Endstand krönte, bekam außer den Schiedsrichtern keiner - nicht einmal der Torschütze selbst - mehr mit. Sein Tor ging im Jubel unter.

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