16 Sekunden vor dem Schlusspfiff hält der Wülfrather Torwart einen Siebenmeter und sorgt so für die Punkteteilung.

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Mit seinem gehaltenen Siebenmeter kurz vor dem Spielende krönte Tobias Geske die starke kämpferische Leistung des TBW.

Mit seinem gehaltenen Siebenmeter kurz vor dem Spielende krönte Tobias Geske die starke kämpferische Leistung des TBW.

(Archiv Simone Bahrmann

Mit seinem gehaltenen Siebenmeter kurz vor dem Spielende krönte Tobias Geske die starke kämpferische Leistung des TBW.

Wülfrath. Mit einem 28:28 (13:16)-Unentschieden beim Neusser HV endete für Handball-Oberligist TB Wülfrath das erste Pflichtspiel 2010. Bis zu diesem Erfolgserlebnis war es jedoch ein aufregender Abend. Fast die gesamte Spielzeit lief der Gast einer Neusser Führung hinterher und sah sich 16 Sekunden vor dem Ende (28:28) auch noch mit einem Siebenmeter bestraft. Dass ausgerechnet Dominic Kasal, Neusser Neuzugang vom TVKorchenbroich und einer der besten Spieler an diesem Tag, gegen Tobias Geske im TBW-Kasten scheiterte, passte ins Bild der Begegnung.

" Ich hoffe, dass meine Spieler gesehen und gemerkt haben, wie wichtig der Wille in unserem Sport ist."

Jurek Tomasik, TBW-Trainer

"Mit Blick auf die gesamten 60 Minuten ist das sicher ein Punktgewinn für uns", sagte Wülfraths Trainer Jurek Tomasik hinterher. Zwar hatte er nach dem Ende der Hinrunde mit zehn Pluspunkten gerechnet, es sind mit dem Remis in Neuss acht Punkte geworden, dennoch ist er nicht unzufrieden: "Das Spiel gibt mir doch wieder ein Stück mehr Zuversicht. Die Einstellung meiner Mannschaft hat gestimmt. Ich habe gesehen, dass jeder eindeutig alles gibt." Die Einstellung stimmte in der Tat. Allerdings brauchte der TBW mehr als 40 Minuten, um die Weihnachtslethargie abzulegen.

Bis dahin lag Neuss, ausgenommen das 9:9 durch Christian Horn (20. Minute), stets in Führung. Die Gastgeber wirkten frischer und aggressiver, spulten im Angriff ihre Aufgaben dynamischer herunter und bauten den Vorsprung auf teilweise vier Tore aus. Allerdings leisteten sie sich viel zu viele Fehler und brachten Wülfrath so immer wieder ins Spiel zurück. Mit Marco Krohm hatte der TBW zudem einen Spieler auf dem Feld, der durch eine engagierte und couragierte Deckungsarbeit seine Nebenleute wachrüttelte.

Zwar konnte der TBW auch in Halbzeit zwei keine großartigen spielerischen Akzente setzen, demonstrierte aber endlich mal eine geschlossene kämpferische Einstellung, die den Ausgleich durch Moritz Blau (25:25, 54.) zur Folge hatte. Wenig später markierte Blau sogar die Führung für den Turnerbund (27:26). Neuss hatte am Ende die besseren Karten. Bis eben Kasal zum Siebenmeterpunkt musste. Doch Tobias Geske hielt mit dem Fuß das verdiente Unentschieden fest. Ein Freiwurf in der letzten Sekunde brachte für Wülfrath keinen Erfolg mehr.

"Ich hoffe, dass meine Spieler gesehen und gemerkt haben, wie wichtig der Wille in unserem Sport ist", sagte Tomasik. Und wenn es rein handballerisch schon nicht immer rund läuft, dann braucht die Mannschaft in der Rückrunde wenigstens die passende Moral, um sich die Punkte gegen den Abstieg zu sichern. Der positive Anfang wurde in Neuss jedenfalls gemacht.

Geske, Balkhaus - Blau (7), Horscht (1), Sorgnit (1), Lepper (3), Horn (3), Gerard (5/1), Grugel (4), Hinkelmann (2), Teermann (2), Krohm , Ehlhardt, Metz

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