Beim Derby des TB Wülfrath gegen den LTV Wuppertal geht es darum, sich vom Abstiegssumpf fern zu halten.

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Marcel Gerard fällt erneut verletzt aus.

Marcel Gerard fällt erneut verletzt aus.

Archiv Simone Bahrmann

Marcel Gerard fällt erneut verletzt aus.

Wülfrath. Wenn der Tabellenzehnte auf den Elften trifft, darf man sicher nicht von einem Topspiel der Handball-Oberliga sprechen. Aber wenn man weiß, dass Gastgeber TB Wülfrath den LTV Wuppertal empfängt, dann kann man von einer Begegnung voller Spannung und Brisanz ausgehen (Samstag 19.30 Uhr Fliethe).

"Sicher haben die Jungs nach dem Sieg gegen Düsseldorf Selbstvertrauen getankt", sagt TBW-Trainer Jurek Tomasik. Aber er hat auch nicht vergessen, dass sein Team in dieser Saison nach einer guten Leistung stets einen schwachen Auftritt hat folgen lassen. "Gegen Wuppertal müssen wir clever spielen und vor allem auch körperlich gut dagegenhalten", so Tomasik, der die letzten Auftritte der Wuppertaler verfolgt hat.

Für ein kräfteraubendes Spiel ist die Personalsituation ungünstig

Beide Mannschaften benötigen einen Sieg, um sich vom Tabellenende fernzuhalten. Deshalb ist für Tomasik auch klar, dass gegen Wuppertal und eine Woche später gegen Dülken Punkte her müssen, "damit wir die unnötige Niederlage gegen Abstiegskandidat Kapellen glattbügeln können".

Der LTV pflegt eine schnelle Spielweise mit einer offensiven Abwehr. "Es wird schwer, gegen sie zu spielen. Wir müssen viel rennen und vor allem auch das Zusammenspiel Mittelmann - Kreisläufer unterbinden. Die Deckung muss gut arbeiten", fordert Tomasik, der innerhalb der Woche einen haushohen 35:16-Sieg im Kreispokal gegen Landesligist Vohwinkel verbuchen konnte.

Personell sieht es für ein kraftraubendes Spiel auf Seiten der Wülfrather nicht gut aus. Durch die Verletzungsmisere gibt es kaum Wechselmöglichkeiten. Jetzt hat sich auch noch Rechtsaußen Sven Ehlhardt vor dem Pokalspiel beim Gang vom Parkplatz in die Halle verletzt. Und auch Marcel Gerard ist erneut verletzt und fällt aus.

TB Wülfrath und LTV Wuppertal haben beide 5:9 Punkte und exakt die selbe Tordifferenz (-17). Da der LTV mit 212 Toren aber mehr geworfen hat, steht er auf dem 10. Platz vor dem TBW (184 Tore).

In der vergangenen Saison spielte Wülfrath zuhause gegen den LTV 25:25 und verlor das Rückspiel mit 26:31.

Offenbar hat der Verein endlich erkannt, dass der Kader zu dünn besetzt ist. Im Hintergrund laufen bereits Gespräche mit möglichen Neuverpflichtungen, entschieden ist noch nichts. Abgesagt hat aber schon Rückraum-Ass Holger Manz. Der ehemalige Zweitligaspieler steht momentan nicht zur Verfügung. Dabei würde ein Akteur seiner Klasse dem TBW gut zu Gesicht stehen.

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