In Ratingen glaubt eigentlich niemand mehr an den Klassenerhalt. Selbst ein Sieg über den Spitzenreiter würde noch nicht ausreichen.

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Ratingens scheidender Trainer Manfred Brunke sieht die Situation ganz realistisch: Der TVR kann dem Abstieg nur noch durch ein „Handball-Wunder“ entgehen. (Archiv

Ratingens scheidender Trainer Manfred Brunke sieht die Situation ganz realistisch: Der TVR kann dem Abstieg nur noch durch ein „Handball-Wunder“ entgehen. (Archiv

Pierre-Claude- Hohn

Ratingens scheidender Trainer Manfred Brunke sieht die Situation ganz realistisch: Der TVR kann dem Abstieg nur noch durch ein „Handball-Wunder“ entgehen. (Archiv

Ratingen. Sowohl Handball-Abteilungsleiter Thomas Oberwinster als auch Trainer Manfred Brunke blicken realistisch auf die Situation des TV Ratingen vor dem abschließenden Spiel am Samstag beim schon feststehenden Meister Hilgen (18.30 Uhr): Der Abstieg aus der Oberliga ist für Ratingen kaum noch zu verhindern, auch wenn es noch eine theoretische Chance (siehe Kasten) gibt.

"Ich hoffe in erster Linie, dass die Hilgener ausgiebig ihren Aufstieg gefeiert und keine Lust mehr haben."

Manfred Brunke, Trainer Ratingen

"Da müssten so viele Faktoren zusammenkommen, dass wir uns kaum Hoffnungen machen dürfen", sagt Manni Brunke. Auf das Spiel gegen Hilgen blickt er erst einmal mit trotzigem Optimismus: "Wir glauben fest daran, dass wir die Mannschaft schlagen können, für die schon alles gegessen ist." Allerdings stellt er alle taktischen Überlegungen, wie er die zweifellos überlegene Mannschaft mit den Rückraum-Riesen Rainer Hantusch und Tim Menzlaff bremsen kann, hinter eine viel einfachere Überlegung zurück: "Ich hoffe in erste Linie, dass die Hilgener ausgiebig ihren Aufstieg gefeiert und keine Lust mehr haben."

Um auch die geringste Chance noch zu ergreifen, würden, so versichert Brunke, alle Spieler - auch die angeschlagenen - noch einmal richtig daran ziehen. "Wir werden dann ja nach 30 oder 40Minuten sehen, ob wir noch eine Chance haben. Wenn alles vorbei ist, werden wir natürlich keinen mehr quälen", versichert der Trainer. Nur Moritz Metelmann, der sich am Fuß verletzt hat, wird definitiv nicht auflaufen.

Bei den internen Querelen blieb die Qualität auf der Strecke

An Brunke ist die Saison mit den Querelen innerhalb der Mannschaft nicht spurlos vorüber gegangen. "Ich brauche jetzt einfach mal etwas Ruhe", sagt er und atmet kräftig durch. Mit dem Rauswurf von Philipp Hattig kam wohl wieder Ruhe in die Mannschaft, die damit allerdings auch einen wichtigen Leistungsträger verlor, dem sein Bruder Daniel folgte. "Die Qualität, um die Klasse zu halten, war zu Beginn der Saison da. Aber so, wie es dann gelaufen ist, war es nicht aufzufangen", sagt Brunke im Rückblick auf die Saison.

Wie seine weitere sportliche Betätigung nach dieser Saison und dem Ende seiner Trainertätigkeit bei der TVR-Ersten aussehen wird, ist noch nicht klar. "Wir werden uns zusammensetzen und überlegen, was ich im Verein noch machen kann", erklärt Brunke. Doch auch eine Trainertätigkeit in einem anderen Verein schließt der Handballer aus Leidenschaft nicht aus: "Wenn sich etwas Interessantes ergibt, werde ich versuchen, dies mit meinem Engagement in Ratingen zu koordinieren."

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wäre der TV Ratingen gerettet, da er punktgleich mit Mettmann stände, zweimal gegen ME-Sport unentschieden gespielt, aber mehr Auswärtstore im direkten Vergleich erzielt hat (28 gegenüber23).

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