Mit einer katastrophalen Leistung verliert der TBW gegen eine solide aufspielende HG Remscheid mit 23:30.

Auch Marcel Gerard, der hier zum Wurf ansetzt, scheiterte zu oft am Block der HG Remscheid.
Auch Marcel Gerard, der hier zum Wurf ansetzt, scheiterte zu oft am Block der HG Remscheid.

Auch Marcel Gerard, der hier zum Wurf ansetzt, scheiterte zu oft am Block der HG Remscheid.

Simone Bahrmann

Auch Marcel Gerard, der hier zum Wurf ansetzt, scheiterte zu oft am Block der HG Remscheid.

Wülfrath. Ernüchterung herrschte beim Handball-Oberligist TB Wülfrath nach der deutlichen 23:30 (12:16)-Heimpleite gegen die HG LTG/HTV Remscheid.

"So eine Leistung reicht einfach nicht", stellte Abteilungsleiter Jörg Märtens enttäuscht fest. In einem wahren "Festival der Fehler" boten die Wülfrather Spieler den Zuschauern Handball zum Abgewöhnen.

"Wir haben uns nicht gewehrt und ganz einfach den Kopf verloren", resümierte Trainer Jurek Tomasik nüchtern. Minutenlang hockte der TBW-Trainer nach Spielende konsterniert in der Halle.

Remscheids Bastian Munkel trifft alleine 16 Mal ins TBW-Tor

Remscheid spielte gut und solide, aber keineswegs überirdisch. Mit Bastian Munkel (16 Tore), Nijaz Cickusic als unumstrittenem Chef auf dem Feld und einem bestens aufgelegten Carsten Mundhenk im Tor ließen sie den Gastgeber schlicht schlecht aussehen. Tomasik hatte vor dem Spiel eine geschlossene Mannschaftsleistung gefordert und konnte sie prompt bewundern. Keiner seiner Spieler konnte im Ansatz seine Fähigkeiten abrufen.

Dabei sah es zunächst gar nicht so schlecht aus. In den ersten knapp zehn Minuten lag Wülfrath sogar mit einem Tor vorne, obwohl der Angriff auch schon da an Harmlosigkeit kaum zu überbieten war. Dem Remscheider Abwehrblock müssen nach diesem Abend die Finger gebrannt haben, so oft scheiterten Moritz Blau, Marcel Gerard & Co. beim Torwurf.

Geske, Musacchio - Teermann , Blau (5), Gerard (4), Sorgnit (4/3), Lepper (2), Krohm (2), Steffens (2), Horn (2), Grugel (2), Hinkelmann (n.e.), Ehlhardt (n.e.)

In dieser Anfangsphase arbeitete aber wenigstens noch die TBW-Abwehr ordentlich und konnte Anspiele an den Kreis verhindern. Doch bei Rückraum-Ass Munkel war auch Wülfraths Defensive schnell mit ihrem Latein am Ende.

Sogar in Halbzeit zwei war der TBW noch nah dran. Das 18:19 nach einem verwandelten Siebenmeter von Thomas Sorgnit ließ Hoffnung auf einen möglichen Punktgewinn aufkommen. "Danach haben wir uns versteckt. Ohne Bewegung kann man keine Tore machen", kritisierte Tomasik. "Unter Druck haben wir nicht bestanden."

Ratlosigkeit herrscht auch bei einigen Spielern

Auch einige von Tomasiks Akteuren standen nach der Partie ratlos im Foyer der Halle und fanden keine rechte Erklärung. "Unsere Angriffsleistung brach uns heute das Genick", stellte Youngster Florian Lepper fest. Fehlende Hierarchie könnte viel eher Grund einer solchen Gesamtleistung sein. Ein Spieler wie der Remscheider Cickusic stände dem TBW gut zu Gesicht. Ohne große Theatralik ist er in der Lage, sein Team zu führen.

Die angespannte Personallage wurde vor dem Anpfiff weiter verschärft. Der junge Rechtsaußen Marc Hellbeck hat den ohnehin dünnen Oberliga-Kader aufgrund fehlender Einsatzzeiten bereits nach zwei Spieltagen wieder verlassen. Der Rest muss in den nächsten Wochen größeren Kampfgeist beweisen. Mit 1:5 Punkten im Rücken wächst der Druck weiter.

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