Auch gegen das Spitzenteam TV Aldekerk muss der TB Wülfrath gleich mehrere A-Jugendliche einsetzen.

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Philipp Hinkelmann gehört als A-Jugendlicher mittlerweile schon zu den festen Größen im Wülfrather Herren-Oberliga-Kader.

Philipp Hinkelmann gehört als A-Jugendlicher mittlerweile schon zu den festen Größen im Wülfrather Herren-Oberliga-Kader.

Simone Bahrmann

Philipp Hinkelmann gehört als A-Jugendlicher mittlerweile schon zu den festen Größen im Wülfrather Herren-Oberliga-Kader.

Wülfrath. Wenn Handball-Oberligist TB Wülfrath am Samstag auf den TV Aldekerk trifft (19.30Uhr, Fliethe), kann den TBW-Anhängern Angst und Bange werden. Nicht nur der Blick auf die beiden Begegnungen der vergangenen Saison, als der TBW zweimal unter die Räder kam, lässt die Hoffnungen auf einen Punktgewinn schwinden. Nach der Niederlage gegen Dülken und der haushohen Pleite vergangene Woche gegen Hamborn befinden sich Wülfraths Handballer im freien Fall.

Jurek Tomasik erwartet eine klare Leistungssteigerung

"Schlimmer geht immer", flüchtet sich TBW-Trainer Jurek Tomasik in Galgenhumor, ehe er sich zur Situation seiner Mannschaft ernsthaft äußert. Die vielen Verletzten, mangelnde Einstellung und A-Jugendliche, die als Hoffnungsträger herhalten müssen, stellen den Optimisten vor Probleme: "Die Phase ist schwierig, aber sicher nicht hoffnungslos. Wir dürfen uns durch die letzten Rückschläge nicht aus der Bahn werfen lassen. Gegen Aldekerk wollen wir uns in jedem Fall besser verkaufen als zuletzt."

Dringend nötige Neuzugänge konnten bislang nicht verpflichtet werden. Zwar seien zwei potenzielle Einkäufe am Dienstag beim Training gewesen, "die beiden Jungs ständen uns auch gut zu Gesicht", stehen aber noch mit einem weiteren Verein in Kontakt. Auch wenn keine Namen offiziell genannt werden, soll es sich um Manuel Daun und Fabrice Voigt handeln, die bis vor kurzem noch bei Regionalligist Bergische Panther unter Vertrag standen. Eine Entscheidung fällt wohl erst in den kommenden Wochen.

Zumindest kann Tomasik weiter auf den Unterbau der eigenen A-Jugend vertrauen. Mit dem 17-jährigen Alexander Metz stößt ein weiterer Jugendlicher zum Kader. "Wir haben viele junge Spieler im Kader, die auch lange Einsatzzeiten bekommen. Aber keiner darf Wunderdinge von ihnen erwarten", nimmt der Trainer den Druck von den Jungspunden. Das Problem: Dem Nachwuchs, besonders dem hochtalentierten Philipp Hinkelmann, fehlt es an der nötigen Hilfe durch seine erfahreneren Kollegen. Entweder sind diese verletzt oder zeigen extreme Leistungsschwankungen. Ausgerechnet jetzt kommt mit Aldekerk ein Team, das als besonders angriffsstark gilt. Mit Christoph Kleinelützum hat der Aufstiegsaspirant den treffsichersten Oberligaspieler der Saison (bisher 78 Tore) in seinen Reihen.

Im heutigen Wülfrather Spiel sind die Aldekerker als Tabellenzweiter (15:3 Punkte) klarer Favorit. Sie lauern mit nur einem Punkt Abstand hinter Tabellenführer Remscheid, gegen die sie auch ihre einzige Niederlage kassierten.

In der vergangenen Saison hat Wülfrath seine beiden Spiele gegen Aldekerk glatt verloren. In Wülfrath gab es eine 29:38-Niederlage. In Aldekerk stand es am Ende 40:31 für die Aldekerker, die am Ende auf dem 4. Tabelleplatz landeten.

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