Mettmann-Sport verliert bei der HSG Düsseldorf mit einer indiskutablen Leistung 30:38.

Mettmanns Trainer Markus Neusser konnte das, was seine Mannschaft in Düsseldorf bot, kaum fassen.
Mettmanns Trainer Markus Neusser konnte das, was seine Mannschaft in Düsseldorf bot, kaum fassen.

Mettmanns Trainer Markus Neusser konnte das, was seine Mannschaft in Düsseldorf bot, kaum fassen.

Simone Bahrmann

Mettmanns Trainer Markus Neusser konnte das, was seine Mannschaft in Düsseldorf bot, kaum fassen.

Mettmann. Wenn bei den Oberliga-Handballern von Mettmann-Sport etwas konstant ist, dann die erschreckende Auswärtsschwäche. Mit 30:38 (15:18) hat ME-Sport auch sein Spiel bei der HSG Düsseldorf klar verloren. "Jetzt weiß ich auch, wie die anderen Auswärtsklatschen zu Stande gekommen sind", stellte Trainer Markus Neusser nach seinem vierten Saisonspiel in Mettmann kopfschüttelnd fest. "So wenig Moral, so wenig Leidenschaft. Diese Leistung ist nicht zu entschuldigen."

In gegnerischen Hallen hat ME-Sport aus acht Spielen einen Punkt geholt

Sieben von acht Auswärtsspielen hat Mettmann verloren und dabei sage und schreibe ein Torverhältnis von -73 herausgestümpert. Nur in Aldekerk gab es ein Unentschieden. In Düsseldorf gelang es Neussers Mannschaft nur beim 2:1 einmal zu führen. Danach überließen die Mettmanner der zum großen Teil aus A-Jugendlichen bestehenden Düsseldorfer Mannschaft die Regie. "In der Anfangsphase hat uns David Hansen aus dem Rückraum abgeschossen. Als wir ihn dann im Griff hatten, haben wir uns auf anderen Positionen ausspielen lassen", fasste Neusser das Debakel zusammen. Seine Gesamtanalyse war so knapp wie treffend: "In der Abwehr haben wir keine Einstellung gezeigt, im Angriff zu viele Fehler gemacht." In der 7.Minute führte die HSG schon 6:2, in der 21. sogar 13:8.

Mettmann kam danach nie näher als zwei Tore heran. "Immer wenn wir die Chance hatten aufzuschließen, haben wir auch noch Siebenmeter (2) oder Tempogegenstöße frei durch verworfen." Doch Neusser will gar keinen seiner Spieler negativ herausheben. Er hat nur einen Lichtblick gesehen: "Alex Graf muss ich als einzigen von der Generalkritik ausnehmen. Er hat auch versucht, die anderen mitzureißen. Ohne ihn hätten wir ganz schlecht ausgesehen. "

Ohne Alex Graf brechen am Ende alle Dämme

So kam es auch nicht von ungefähr, dass das Spiel nach der 52.Minute endgültig den Bach runterging, als sich Graf bei seinem zehnten Treffer zum 27:30 am Daumen verletzte und ausschied. "Da war noch alles drin. Aber wenn man dann die letzten acht Minuten 3:8 verliert, geht eben nichts mehr."

Das nächste Wochenende ist wegen Karneval wohl spielfrei, für Mettmanns Spieler, die es verpasst haben, im Abstiegskampf zumindest die nötige Einstellung zu zeigen, wird es aber nicht sportfrei sein. "Wir werden uns am Karnevalssamstag gemeinsam bewegen", kündigte Neusser an. "Ich lasse mir so eine Spielerei nicht gefallen. Wir können es uns nicht erlauben, uns für so eine Niederlage auch noch mit einem freien Wochenende zu belohnen. Da fallen mir noch einige Überraschungen ein."

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