Überheblichkeit wie gegen die Kellerkinder Kapellen und Dülken muss Wülfraths Trainer gegen die stark besetzten Sportfreunde Hamborn nicht befürchten.

Seinen Jungspund Philipp Hinkelmann (l.) muss Trainer Jurek Tomasik (r.) nie zusätzlich motivieren.
Seinen Jungspund Philipp Hinkelmann (l.) muss Trainer Jurek Tomasik (r.) nie zusätzlich motivieren.

Seinen Jungspund Philipp Hinkelmann (l.) muss Trainer Jurek Tomasik (r.) nie zusätzlich motivieren.

Simone Bahrmann

Seinen Jungspund Philipp Hinkelmann (l.) muss Trainer Jurek Tomasik (r.) nie zusätzlich motivieren.

Wülfrath. Wenn der TB Wülfrath in der Handball-Oberliga zur ungewohnten Anwurfzeit am Sonntag, 16 Uhr, bei den Sportfreunden Hamborn 07 antritt, dann glaubt Trainer Jurek Tomasik, dass es "vom Kopf her einfacher wird" als gegen Dülken. Gegen das Schlusslicht hatte es in der vergangenen Woche eine peinliche Niederlage gegeben.

Die Trainigswoche stand ganz im Zeichen zahlreicher Einzelgespräche

Vor dem nächsten Oberligaspiel bei Hamborn 07 scheint der Ärger bei Jurek Tomasik über die Vorstellung gegen Dülken etwas verraucht: "Wir dürfen und werden uns durch solche Spiele nicht aus der Bahn werfen lassen, egal wie schlecht wir waren", hat der Coach seine Sprache wiedergefunden, die es ihm nach dem peinlichen Auftritt gegen den Tabellenletzten Dülken verschlagen hatte.

"Wir hatten diese Woche viele Einzelgespräche. Die Jungs wissen, dass die Einstellung letzte Woche gänzlich fehlte." So musste sich Tomasik nach der 27:29- Niederlage, die zwar verdient, aber völlig unverständlich war, im Training mehr als Psychologe denn als Trainer beweisen.

Nun reisen die Wülfrather nach Hamborn zu einer Mannschaft, die vor der Saison schon als sicherer Aufsteiger in die Regionalliga gehandelt wurde. Mit namhaften Neuzugängen wollten die Löwen die Konkurrenz im Kampf um den Oberliga-Titel zerreißen.

Doch ganz so einfach, wie sich der Verein um Trainer Werner Enders das vorgestellt hatte, ist dies nicht. Etwas enttäuschend liegen die Hamborner lediglich auf Platz sechs der Tabelle und handelten sich bereits drei Niederlagen ein. Der TBW liegt mit drei Punkten weniger auf Rang neun, hat aber ein Spiel mehr absolviert.

Gegen die Hamborner Löwen hofft Tomasik auf Kampfgeist

Die Sportfreunde Hamborn stehen mit 10:6-Punkten auf dem 6. Tabellenplatz. Im Gegensatz zu Wülfrath hat Hamborn bisher gegen die schwächeren Mannschaften gewonnen und hauptsächlich gegen die stärkeren Federn gelassen. Wülfrath hat gegen Dülken mit der zweiten Niederlage gegen einen Abstiegskandidaten den Anschluss an das obere Tabellendrittel verloren und steht mit 7:11 Punkten auf Platz 9.

In der vergangenen Saison hat der TBW beide Spiele gegen Hamborn verloren, erst 27:36 in Hamborn, dann 31:33 in Wülfrath.

"Da wir am Sonntag mit Sicherheit keine Favoritenrolle haben, wird das Spiel für uns, zumindest vom Kopf und der Einstellung her, leichter", sagt Tomasik und glaubt, die Ursachen für das zeitweise Versagen seiner Schützlinge erkannt zu haben: "Uns tut es nicht gut, wenn wir Spiele gegen einfache Gegner gewinnen müssen."

Er bemängelt dabei den Schlendrian und eine aufkommende Überheblichkeit, die zu Aussetzern, wie gegen Kapellen und Dülken, führen. "Drohende Niederlagen lassen meine Spieler viel aufmerksamer an die Aufgabe herangehen", philosophiert Tomasik. Im Klartext: Angst verleiht dem TBW Flügel.

Dass Hamborn genug Format besitzt, dem Turnerbund das Fürchten zu lehren, ist sicher. Dafür sind die Löwen besonders im Rückraum stark genug besetzt. "Der Angriff um Szymanowicz, Pannen, Hellmich und Heger ist bärenstark. Wir müssen den Kampf Mann gegen Mann annehmen und schnelle Konter verhindern", sagt der Trainer und hofft auf den Kampfgeist seiner Spieler. Und dass der Wille Berge versetzen kann, ist auch in Wülfrath kein Geheimnis.

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