Auch Trainer Sven Esser ist neu beim TV Ratingen.

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Sven Esser (r.) bereitet seine Mannschaft auf die neue Saison vor.

Sven Esser (r.) bereitet seine Mannschaft auf die neue Saison vor.

Hohn

Sven Esser (r.) bereitet seine Mannschaft auf die neue Saison vor.

Ratingen. Das Jahr eins nach dem Abstieg des Handball-Oberligisten TV Ratingen soll in erster Linie dazu dienen, einen Strukturwandel einzuleiten.

Deshalb lautet das Ziel des Abteilungsvorstandes auch nicht direkter Wiederaufstieg, sondern mit jungen Spielern ein neues Team zu formen. Und das soll und muss der vom Landesligisten gekommene Sven Esser bewerkstelligen.

Platz im oberen Tabellendrittel lautet das Saisonziel des Trainers

Im Raum Angerland ist der 32-jährige B-Lizenz-Inhaber ein vollkommen unbeschriebenes Blatt. Aber der über zwei Meter große Riese bringt die Empfehlung mit, besonders im Jugendbereich sehr erfolgreich gearbeitet zu haben.

Zuletzt hat Esser die HSG Wesel (Landes- und Verbandsliga) sechs Jahre lang trainiert. Ein festes Saisonziel hat er noch nicht. "Natürlich möchte man immer jedes Spiel gewinnen, aber realistisch ist ein Platz im oberen Drittel", sagt Esser.

Als Trainer, der die niederrheinischen Vereine wie kein zweiter kennt, verfügt Esser über einen Wissensvorsprung, den er auch nutzen will.

Mit der ersten Trainingsphase hat Sven Esser vor knapp drei Wochen begonnen. Laufarbeit im Stadion stand auf dem Programm. Jetzt wird in der Halle an der Technik und Taktik gefeilt.

Unterstützt wird er dabei vom Physiotherapeuten Wolfgang Heitbrink, der vor jedem Hallentraining eine halbe Stunde Kraft und Schnelligkeit einlegt.

Noch sind mehr als 20 Spieler (einschließlich Jugendspieler) beim Training dabei. Von denen werden zwölf plus zwei Torleute den Kader der ersten Mannschaft bilden. "Bei mir hat keiner einen Stammplatz sicher. Jeder fängt bei null an", sagt Esser.

Trotz der vielen Abgänge im Laufe der vergangenen Saison (Hattig-Brüder Daniel und Philipp zu TuS Lintorf, Christian Böcker, Simon Krämer und Tim Schymik aus beruflichen Gründen, Lars Dieckmann hört auf) gibt es keinen Neuverpflichtungen.

"Wir wollen mit den jungen, talentierten und einigen erfahrenen Leuten auskommen. Wenn das nicht reichen sollte, können wir immer noch nachlegen", sagt Sven Esser.

Dass auch die "Alten" noch motiviert sind, beweist Raoul Langemayr. Der 35 Jahre alte Rückraumschütze, Torjäger und Lenker des Ratinger Spiels, denkt überhaupt nicht daran aufzuhören.

"Ich bin nach wie vor total motiviert. Schließlich will ich nicht als Absteiger meine Karriere beenden, auch wenn die Knochen schon mal weh tun", erklärt Langemayr.

Der TVR startet am 12. September mit einem Heimspiel gegen TD Lank in die Saison.

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