ME-Sport schlägt den gastgebenden Kreisrivalen TB Wülfrath mit 30:25.

Im Griff hatte ME-Sport den TBW, hier Jan Schirweit im Duell mit Marvin Wettemann.
Im Griff hatte ME-Sport den TBW, hier Jan Schirweit im Duell mit Marvin Wettemann.

Im Griff hatte ME-Sport den TBW, hier Jan Schirweit im Duell mit Marvin Wettemann.

Simone Bahrmann

Im Griff hatte ME-Sport den TBW, hier Jan Schirweit im Duell mit Marvin Wettemann.

Wülfrath. In einem auf mäßigem Niveau geführten Derby stürmten die Handballer von Mettmann-Sport vor rund 300 Zuschauern die Fliethe und fügten dem gastgebenden TB Wülfrath damit bereits die sechste Niederlage in Folge zu. Mit 25:30 (13:16) unterlagen die Schützlinge von Trainer Andreas Brüser einem Gegner, der sich als wesentlich geschlosseneres Team präsentierte, während sich die Blau-Weißen ein ums andere Mal in fruchtlose Einzelaktionen verstrickten.

Kreisläufer Tim Schirweit zeigt überragende Leistung

Hinzu kam, dass einzig Steffen Schulz aus dem Rückraum so etwas wie Gefahr entwickelte, aber seine Mitspieler ansonsten komplett unter ihren Möglichkeiten blieben.

Zwar konnten die Kalkstädter einen 2:4-Rückstand (5.) beim 5:5 (9.) ausgleichen und beim 10:9 (17.) erst- und zugleich letztmalig in Führung gehen, aber bereits in dieser Phase suchten und fanden die Gäste immer wieder ihren überragenden Kreisläufer Tim Schirweit, der von der TBW-Deckung nie in den Griff zu bekommen war. Acht Tore standen am Ende auf dem Konto des Kraftpakets. Damit sorgten er und die starken Tim Wittenberg und Tobias Dumschat gegen kopflose Wülfrather für eine 15:11-Führung (27.), der der Turnerbund von nun an erfolglos hinterherhechelte.

Mit einfachsten Mitteln kamen die Mettmanner zu leichten Schlagwurftoren gegen viel zu passive Gastgeber, die nach dem 15:18 (33.) den Anschluss endgültig abreißen ließen. „Wir haben diesmal kollektiv versagt“, kommentierte ein enttäuschter Andreas Brüser, der nun mitansehen musste, wie sein Team endgültig in Einzelteile zerfiel und es mit unüberlegten Abschlüssen und einer löchrigen Abwehr den Gästen mehr als leicht machte, bis auf 28:18 (50.) davonzuziehen. Eine Demütigung für die im Vorfeld leicht favorisierten Kalkstädter deutete sich an.

Doch in den letzten zehn Minuten bäumten sich die Einheimischen gegen im Gefühl des sicheren Sieges nachlassende Mettmanner doch noch einmal auf und verkürzten mit vier Treffern in Folge bis auf 22:28 (54.). Damit wendete man zumindest noch die drohende „Klatsche“ ab. Den Kredit bei den Zuschauern hatte man jedoch bereits vorher verspielt. JÖ

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