Zu viele Fehler und eine nachlassende Abwehrleistung führen zur 30:34-Niederlage von ME-Sport.

Mettmann. Ein Sieg bei der HG Remscheid wäre ein vielleicht entscheidender Schritt in Richtung Klassenerhalt für den Oberligisten Mettmann- Sport gewesen. Doch nach einer 30:34 (13:14)-Niederlage schlichen die Schützlinge von Trainer Markus Neusser enttäuscht in die Kabine. Es war nach fünf erfolgreichen Spielen die erste Niederlage.

Die erste Viertelstunde ist ME-Sport noch gut im Rennen

"Auch wenn wir nicht vier Tore schlechter als Remscheid waren, die Niederlage war verdient. Wir haben vor allem in den entscheidenden Situationen zu viele unnötige Fehler gemacht." Die Analyse des Mettmanner Trainer traf exakt ins Schwarze.

Nach gutem Start und einer schnellen 4:1-Führung (5.) bestimmten die Mettmanner unter lautstarker Anfeuerung zahlreicher mitgereister Fans bis zum 10:6 (13.) die Begegnung. Vor allem der Abwehr-Innenblock um Mathias Späth und Dominik Wittgens mit Torhüter Hans-Willi Hinzen, der 16 Bälle parierte, stellte Remscheid vor immense Probleme.

"In der Folge haben wir uns dann mit der 5:1-Abwehr der Remscheider immer schwerer getan und nie mehr richtig zu unserem Rhythmus gefunden", sagte Neusser, der fast eine Viertelstunde auf den elften Torerfolg seiner Schützlinge warten musste. Nachdem die HGR plötzlich eine 13:10-Führung herausgeworfen hatte, brach erst der treffsichere Christian Klein per Strafwurf (28.) den Bann für sein Team.

Im zweiten Abschnitt lief Mettmann-Sport gegen die zwar personell dezimierten, aber auffällig aggressiven Gastgeber einem Rückstand hinterher. Die entscheidenden Möglichkeiten zum Ausgleich wurden entweder durch Fehlwürfe oder technische Fehler in unschöner Regelmäßigkeit nicht genutzt.

ME-Sport: Hinzen, Töpfer - Klein(10/6), Hinnenthal (7), Graf(4), Weiss (3), Paukert (2), Wittgens (1), Späth (1), Schirweit(1), Osterc (1), Schneider, Böhmer, Werner (n.e.).

"Hätten wir ein Mal den Ausgleich geschafft, hätten wir die Partie gedreht", war sich Mettmanns Trainer sicher. Allerdings gab in der zweiten Hälfte auch die Abwehr keinen Anlass mehr zu Jubel-Arien: Die beiden HGR-Rückraumschützen Bastian Munkel (13/3 Tore) und Tim Schröder (8), über die nahezu jeder Angriff abgeschlossen wurde, konnten nie unter Kontrolle gebracht werden.

"Wir müssen zusehen, dass wir dieses Spiel ganz schnell aus den Köpfen kriegen und die entscheidenden Schritte zum Klassenerhalt eben in den letzten beiden Spielen machen", gab sich Neusser unmittelbar nach dem Abpfiff schon wieder kämpferisch. Allerdings kommt am nächsten Spieltag Spitzenreiter TG Hilgen nach Mettmann.

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