Nach dem unnötigen Abstieg aus der Oberliga spricht der Mettmanner Trainer Klartext zu Gerüchten über Spielerabgänge.

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Mettmanns Trainer Markus Neusser macht nach dem Abstieg aus der Oberliga keinen Hehl daraus, dass er von allen Beteiligten erwartet, dabei zu helfen, den Karren wieder flott zu machen.

Mettmanns Trainer Markus Neusser macht nach dem Abstieg aus der Oberliga keinen Hehl daraus, dass er von allen Beteiligten erwartet, dabei zu helfen, den Karren wieder flott zu machen.

Archiv Simone Bahrmann

Mettmanns Trainer Markus Neusser macht nach dem Abstieg aus der Oberliga keinen Hehl daraus, dass er von allen Beteiligten erwartet, dabei zu helfen, den Karren wieder flott zu machen.

Kreis Mettmann. Die Handball-Saison 2008/2009 ist beendet. Aufstiege können im Kreis Mettmann - auf jeden Fall im höheren und mittleren Leistungsbereich - keine gefeiert werden. Die Gewinner dieses Jahres sind zwei Aufsteiger der vorigen Saison, die sich auch eine Klasse höher toll positionieren konnten:

 Die Oberliga-Damen des TB Wülfrath landeten gleich auf Platz 4, die Verbandsliga-Herren der SG Langenfeld sogar auf dem 3. Platz. Die großen Verlierer sind die Herren von Mettmann-Sport und TV Ratingen, die beide die Oberliga verlassen müssen, genau wie die Erkrather Damen.

Ratingen hat den Umbruch schon eingeleitet, Mettmann muss

Während sich der TV Ratingen schon etwas länger mit dem Gedanken an einen Abstieg anfreunden musste und im Grunde genommen schon während der Saison einen Umbruch einleitete, hat es Mettmann-Sport am Ende deutlich unerwarteter und noch beträchtlich unnötiger getroffen. Die Mettmanner hatten den Klassenerhalt selbst in der Hand und haben ihn mit einer erschreckend schwachen Vorstellung in Hiesfeld weggeworfen.

So müssen sich die Handballer von Mettmann-Sport, die innerhalb von drei Jahren von der Regionalliga bis in die Verbandsliga abgestiegen und dazu noch vom Hauptverein finanziell beschnitten worden sind, erst einmal neu orientieren. Gerüchte über Spieler, die ihr Bleiben zugesagt haben, aber jetzt doch mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht werden, machen die Runde.

"Bei einigen Spielern haben doch schon direkt nach dem Abpfiff in Hiesfeld die ersten Vereine angeklingelt", sagt Herren-Manager Markus Flieter. Eine Tatsache, die Trainer Markus Neusser nicht sehr überrascht. "Das ist doch klar, dass jetzt die Leichenfledderei losgeht und Spieler angesprochen werden. Mir gegenüber hat kein Spieler etwas gesagt. Ich kann aber nicht ausschließen, dass sich etwas bewegt."

"Ich weiß nicht, wer nach diesem Spiel in Hiesfeld den Anspruch haben kann, er sei zu gut für die Verbandsliga."

Markus Neusser, Trainer ME-Sport

Flieter bestätigte gestern im Gespräch mit der WZ noch einmal, dass er von den Spielern, unabhängig von der Spielklasse der kommenden Saison Zusagen bekommen habe.

Auch Mettmanns Trainer hat schon vor Wochen zugesagt und steht zu seinem Wort. "Wir haben alle einen Beitrag dazu geleistet, dass wir jetzt da stehen, wo wir stehen", betont Neusser. "Wenn einer zu mir kommt und sagt, dass er jetzt wechseln will, schmeiße ich ihn selbst raus. So geht das einfach nicht." Und dann spricht er mit einem gerüttelt Maß Frust weiter Klartext: "Ich weiß nicht, wer nach diesem Spiel in Hiesfeld den Anspruch haben kann, er sei zu gut für die Verbandsliga."

Und um in dieser Verbandsliga in der nächsten Saison bestehen zu können, bedarf es wahrscheinlich schon einiger Qualität. Die SG Langenfeld und die Unitas Haan haben am Samstag bei ihrem letzten Spiel gegeneinander, das die SGL 31:30 gewonnen hat, schon erahnen lassen, was die Handballfreunde von dieser Verbandsliga-Gruppe2 erwarten dürfen: Einen knüppelharten Kampf um die Meisterschaft. Immerhin haben sich nun in der Verbandsliga aus dem Kreis sechs Mannschaften versammelt: Unitas Haan, SG Langenfeld, TuS Erkrath, TuS Lintorf, Mettmann-Sport und TV Ratingen.

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