Beim TV Kettwig reicht ME-Sport eine starke zweite Halbzeit zum deutlichen 31:23 (12:16)-Erfolg.

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Christian Klein spielte in Kettwig trotz eines eingeklemmten Nervs und erzielte sechs Treffer.

Christian Klein spielte in Kettwig trotz eines eingeklemmten Nervs und erzielte sechs Treffer.

Dirk Thomé

Christian Klein spielte in Kettwig trotz eines eingeklemmten Nervs und erzielte sechs Treffer.

Mettmann. Wenn der 31:23-Sieg des Handball-Verbandsligisten Mettmann-Sport bei der Spitzenreiter-Verteidigung beim TV Kettwig so klar gewesen wäre, wie das Ergebnis vorgaukelt, hätte das Nervenkostüm von Trainer Markus Neusser nicht so gelitten. Da der 12:16-Pausenrückstand seiner Mannschaft aber schon ein Teil der Aufholjagd nach katastrophalem Start war, konnte sich der Mettmanner Trainer in Kettwig erst deutlich später entspannen. Immerhin hatte es nach zwölf Minuten 10:3 für Kettwig gestanden.

"Wichtig ist, dass wir einen Weg zum Sieg finden. Wie der aussieht, ist mir im Moment echt egal."

Markus Neusser, Trainer ME-Sport

"Die erste Halbzeit war mehr als schwach, für die zweite kann ich mein Team nur loben", fasste Neusser zusammen. Das Lob hatten sich seine Spieler, nachdem sie die zweite Halbzeit mit 19:7 gewonnen hatten, auch redlich verdient. Besonders Torwart Jan Sippli, der die Hälfte aller Kettwiger Würfe abwehrte, die offensiver umgestellte Abwehr und Linksaußen Philipp Werner waren am Samstag Garanten des Mettmanner Erfolges. Insgesamt war es aber die vom Trainer in der Pause geweckte Leidenschaft der Mettmanner Rumpfmannschaft, die die Wende brachte.

Martin Paukert wird nach seiner Verletzung noch geschont

Martin Paukert, den Neusser noch weiter schont, Peter Weiß, Maik Schneider und Tim Schirweit fehlten ganz, Torwart Markus Ordon saß mit Magen-Darm-Problemen nur auf der Bank, und Rechtsaußen Christian Klein quälte sich mit einem eingeklemmten Nerv im Rücken übers Spielfeld.

"Bei uns ist im Moment einfach der Wurm drin", stöhnte Neusser auf. "Da gibt es eben nur zwei Möglichkeiten: Entweder gibst du dich auf oder kämpfst wie wahnsinnig." Tatsächlich muss ME-Sport jede Woche mit einer anderen Aufstellung antreten. Und so leuchtet Neussers Feststellung ein: "Wichtig ist, dass wir einen Weg zum Sieg finden. Wie der aussieht, ist mir im Moment echt egal."

In Kettwig wurde ab der 40.Minute, als Mettmann zum 19:19 ausglich deutlich, dass ME-Sport den richtigen Weg gefunden hatte. Das letzte Tor erzielte Kettwig zum 23:26, danach war nur noch Markus Neussers Mannschaft erfolgreich und bleibt so Tabellenführer.

Hinzen, Sippli , Ordon (n.e.) - Fischer (8), Werner (6), Klein (6/3), Vogt (4), Osterc(4), Korth (3), Späth, Wittgens, Möller (n. e.)

"Wir wollen bis zum Spiel gegen die Unitas in zwei Wochen keinen Punkt mehr abgeben", sagte Neusser. Und so wird seine Mannschaft am nächsten Wochenende in Cronenberg auch wieder ihren Weg zum Sieg finden müssen.

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