Der Spitzenreiter zeigte gegen Erkrath einen Klassenunterschied auf und gewann 38:24.

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Christian Klein trug gegen Erkrath mit einigen Kunstwürfen zur Unterhaltung des Publikums bei.

Christian Klein trug gegen Erkrath mit einigen Kunstwürfen zur Unterhaltung des Publikums bei.

Stefan Fries

Christian Klein trug gegen Erkrath mit einigen Kunstwürfen zur Unterhaltung des Publikums bei.

Mettmann. So hatten es sich die Offiziellen von Mettmann-Sport vorgestellt: Als Abschluss ihres Handball-Aktionstages spielten die Verbandsliga-Herren gegen den Nachbarn TuS Erkrath und zeigten vor der versammelten Sponsorenschar und Eltern der Jugendmannschaften, wie man einen Gegner deklassiert und trotzdem bis zum Ende richtig Gas gibt.

38:24 (18:11) endete die Partie für Mettmann. Erkrath hatte nicht die Spur einer Chance. Nur der junge Sven Tietje zeigte eine gute Partie und vor allen Dingen Herz.

Erkraths Jan Garschagen muss schon nach sieben Minuten vom Feld

Bereits nach sechs Minuten führte Mettmann 5:0, bevor die Mannschaft etwas den Faden verlor. Erkraths Jan Garschagen sah nach einem mehr unglücklichen als bösartigen Foul gegen Dominik Wittgens nach sieben Minuten Rot.

Mit der Einwechslung von Torhüter Hans Willi Hinzen, der zwei Siebenmeter, drei Tempogegenstöße und einige weitere unbedrängte Würfe hielt, kam wieder Sicherheit ins Mettmanner Spiel. In der 27. Minute traf Tim Schirweit bei einem der unzähligen Mettmanner Tempogegenstöße zum 18:9.

Mettmann spielte in der zweiten Halbzeit mit dem Gegner und hatte sichtlich Spaß daran, dem Publikum schöne Tore und handballerische Kabinettstückchen zu zeigen: Ballannahmen mit Torwürfen in der Luft, Rückhand- und Kunstwürfe von Außen. Erkrath diente nur als Kulisse für den Mettmanner Handballspaß. Mentaltrainer Bernd Ebeling brachte es auf den Punkt "Das war einfach eine super Einstellung von den Jungs."

Hinzen, Sippli - Fischer (8/1), Möller, Korth (1), Paukert (4), Schneider (5), Wittgens (1), Späth(6), Klein (5/3), Vogt (2), Schirweit (2), Werner (3), Osterc (1)

Jurisic, Bily - Henning(2), Corchia, Tietje (10/2), Meusel, Löring (3), Bosnjak (3/1), Frank, Stürmer (4), Görtz, Garschagen (1), Töller (1)

Von Spaß konnte bei Erkraths Trainer Vladimir Vukoje keine Rede sein. Zuschauern und offenbar auch seinen Spielern konnte schwindelig werden, so schnell wechselte er nach individuellen Fehlern seine Spieler aus und ein.

Am Ende war er stinkend sauer: "Wenn wir nicht einmal in Überzahl unsere Chancen nutzen, können wir auch keinen Erfolg haben." Tatsächlich ließ sich Mettmann diesmal auch nicht in Unterzahl aus der Ruhe bringen und zog weiter seine Kreise. In der 37. Minute brachte Jens Fischer, der vor Spielfreude sprühte, ME-Sport zum 23:13 erstmals mit zehn Toren in Führung.

Mettmanns Trainer Markus Neusser war sehr zufrieden mit der Leistung, die Klassen über dem lag, was seine Mannschaft im Hinspiel gegen Erkrath gezeigt hatte: "Man sieht jetzt, dass wir konstanter spielen können, wenn wir fast vollzählig sind." Allerdings war Erkrath damals auch eine Klasse besser als diesmal. Mentaltrainer Bernd Ebeling brachte es auf den Punkt: "Das war einfach eine super Einstellung von den Jungs."

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