Mettmann erreicht in einem schwachen, aber engagiert geführten Oberliga-Spiel gegen Hiesfeld ein 35:35-Unentschieden.

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Maik Schneider zeigte fast 60 Minuten lang vollen Einsatz, benötigte aber wieder sehr viele Versuche, um acht Tore zu erzielen.

Maik Schneider zeigte fast 60 Minuten lang vollen Einsatz, benötigte aber wieder sehr viele Versuche, um acht Tore zu erzielen.

Simone Bahrmann

Maik Schneider zeigte fast 60 Minuten lang vollen Einsatz, benötigte aber wieder sehr viele Versuche, um acht Tore zu erzielen.

Mettmann. Die Oberliga-Begegnung zwischen Mettmann-Sport und TV Jahn Hiesfeld im Mettmanner Herrenhaus war sicher kein gutes Handballspiel, aber spannend war sie auf jeden Fall - besonders in der Schlussphase und bis zur letzten Sekunde.

Dass das erste Mettmanner Spiel unter der Regie von Trainer Markus Neusser mit 35:35 (16:14) keinen Sieger hatte, war vollkommen gerechtfertigt. Verdient hätte es keine Mannschaft gehabt.

"Die Kernaufgabe war heute, mit Leidenschaft zu spielen. Das haben wir geschafft."

Markus Neusser, neuer Trainer von Mettmann-Sport

Dies sah Neusser, der am Dienstag Knall auf Fall Kalle Töpfer als Trainer abgelöst hatte, ähnlich: "Es wäre unverdient gewesen, ohne Punkt zu bleiben. Um Hiesfeld zu schlagen, haben wir zu viele Fehler gemacht."

Allerdings standen die Gäste Mettmann in Sachen Fehler in nichts nach. Neusser war insgesamt zufrieden mit dem Ergebnis und mit seiner Mannschaft. "Die Kernaufgabe war heute, mit Leidenschaft zu spielen. Das haben wir geschafft."

Lange sah es nach einem Sieg für Mettmann aus

So sah es tatsächlich lange danach aus, dass Mettmann das Spiel gewinnen könnte. Neussers Mannschaft ging in der 9. Minute durch einen verwandelten Siebenmeter von Christian Klein erstmals in Führung (3:2) und behielt bis auf wenige Ausnahmen auch die Nase vorn.

Um sich entscheidend abzusetzen, produzierte die Mannschaft - allen voran Maik Schneider, der sich fast ununterbrochen in der gegnerischen Abwehr aufrieb - aber viel zu viele Fehlwürfe.

Mettmanns neuer Trainer zeigte dafür allerdings ein gewisses Verständnis: "Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt, dass sie sich lieber einen Schuss mehr nehmen, aber nur nicht die Bälle wegwerfen sollten. Da kann ich mich nachher nicht über die Zahl der Würfe beklagen."

Entscheidend dafür, dass Mettmann nur einen Punkt einfuhr, waren zwei Phasen im Spiel: Nach dem Führungstor zum 21:17 (Klein) in der 36. Minute mussten erst Peter Weiß und dann Maik Schneider und Christian Klein wegen dummer Aktionen für jeweils zwei Minuten auf die Strafbank.

Hiesfeld nutzte diese Gelegenheit auszugleichen und ließ sich nicht mehr abschütteln. Und in den letzten fünf Spielminuten vergaben die Mettmanner zu viele Chancen, das Spiel zu entscheiden. So scheiterte zum Beispiel der sonst traumwandlerisch sichere Siebenmeterwerfer Klein am Pfosten.

Auf der anderen Seite kassierte Tobias Töpfer im Mettmanner Tor mehrere nicht unbedingt nötige Treffer aus ganz spitzem Winkel von Außen. So gelang dem Hiesfelder Rechtsaußen nach Schneiders Treffer zum 31:30 fünf Sekunden vor dem Abpfiff ein frecher Roller über den Kopf des Torhüters.

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