Mettmann muss nach deutlicher Führung am Ende noch um den 33:32-Sieg zittern.

So frei kam Mettmanns Spielmacher Jens Fischer nur selten zum Zug. Meistens hatte ihn die Wülfrather Abwehr gut im Griff.
So frei kam Mettmanns Spielmacher Jens Fischer nur selten zum Zug. Meistens hatte ihn die Wülfrather Abwehr gut im Griff.

So frei kam Mettmanns Spielmacher Jens Fischer nur selten zum Zug. Meistens hatte ihn die Wülfrather Abwehr gut im Griff.

Stefan Fries

So frei kam Mettmanns Spielmacher Jens Fischer nur selten zum Zug. Meistens hatte ihn die Wülfrather Abwehr gut im Griff.

Mettmann. Als Bastian Schlierkamp versuchte, in allerletzter Sekunde einen Freiwurf für den TB Wülfrath von der halbrechten Position direkt zu verwandeln, trat Mettmanns Matthias Späth einen großen Schritt nach vorne und blockte den Wurf regelwidrig.

Doch die Schiedsrichter waren offensichtlich froh, dass das Spiel ohne Eskalation vorüber war, und ahndeten den Verstoß nicht. Die Oberliga-Begegnung Mettmann-Sport gegen TB Wülfrath endete 33:32 (22:18) für ME-Sport.

TBW-Trainer ärgert sich über zu viele technische Fehler seiner Mannschaft

Wülfraths Trainer Jan Kassens ärgerte sich weniger über den Schiedsrichterfehler als vielmehr über die zu vielen technischen Fehler seiner Mannschaft, die lange dem Anschluss hinterher gelaufen war und am Ende ganz nah vor einem Punktgewinn stand. So hatte sie sich Kassens’ Einschätzung nach um den möglichen Sieg gebracht.

Mettmanns Trainer Markus Neusser konnte mit der Vorstellung seiner Spieler auch nicht zufrieden sein: "Wir haben nicht geduldig genug gespielt. Wir müssen aber auch anerkennen, dass es uns der Gegner schwer gemacht hat - mit dem glücklicheren Ende für uns."

Nach der ersten Halbzeit, in der ME-Sport die Regie nach gut zehn Minuten (8:5) klar übernommen hatte, schien nur die Höhe des Mettmanner Sieges fraglich. Wülfrath war es zwar gelungen, Mettmanns Spielmacher Jens Fischer weitgehend auszuschalten, aber die beiden Linkshänder Maik Schneider und Christian Klein trafen praktisch nach Belieben.

Mettmann-Sport: Ordon, Hinzen, Sippli (nicht eingesetzt) - Flemmig (3), Paukert (2), Fischer (4), Wittgens, Schneider (11), Schirweit (1), Werner, Klein (10/4), Späth (2), Osterc

TB Wülfrath: Geske, Schumacher - Lepper (5), Dumschat (1), Steffens (1), Horn (1), Obermeier (3), Dermund (2), Hinkelmann (6), Ehlhardt (1), Sawatzke (3), B. Schlierkamp (9/3)

Doch offensichtlich hatten die Mettmanner das Spiel zu früh abgehakt. Schon vor der Pause konnte Wülfrath einen Sechs-Tore-Rückstand (27. Minute, 21:15) verkürzen. Und nach dem Seitenwechsel brachten Florian Lepper und Bastian Schlierkamp, der mit Philip Hinkelmann zu den stärksten Wülfrathern gehörte, den TBW direkt wieder heran (32., 22:20).

Hans Willi Hinzen bringt Wülfrather Angreifer zur Verzweifelung

Wülfraths ehemaliger Stammtorhüter Hans Willi Hinzen, der seit drei Jahren in Mettmanns Diensten steht, war es dann, der den TBW entscheidend in seinem Vorwärtsdrang bremste, zwei Siebenmeter und etliche unbehinderte Würfe hielt. Beim Stand von 32:30 scheiterte Marcel Obermeier freistehend beim Tempogegenstoß an dem Routinier (57.). "Meine Jungs haben Hans Willi selbst stark gemacht", ärgerte sich Kassens.

Obermeier und Björn Dermund gelangen in den nächsten 90 Sekunden noch die Treffer zum 32:32. Den alles entscheidenden Treffer landete auf der Gegenseite nach fünfminütiger Mettmanner Tor-Pause Christian Klein mit einem Kunstwurf von Rechtsaußen. Mettmann vergab Sekunden vor Ende sogar noch eine Chance, den Sack zuzumachen, bevor es zum abschließenden Freiwurf für Wülfrath kam.

"Die Jungs haben ja gar nicht schlecht gespielt und können noch eine ganze Ecke mehr. Aber langsam müssen wir mal Punkte holen", stöhnte Wülfraths Trainer nach dem Spiel. Sein Mettmanner Kollege hofft auf den Erkenntnisgewinn, "dass wir keinen Gegner auf die leichte Schulter nehmen dürfen".

Mettmann-Sport spielt schon am Mittwoch bei TuSEM Essen II

ME-Sport muss bereits am Mittwoch um 20.30 Uhr bei TuSEM EssenII zum vorgezogenen Spiel antreten.

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