TuS bezwingt TVR mit 26:22.

Markus Soßalla setzte sich mit dem TuS im Derby durch.
Markus Soßalla setzte sich mit dem TuS im Derby durch.

Markus Soßalla setzte sich mit dem TuS im Derby durch.

Stefan Fries

Markus Soßalla setzte sich mit dem TuS im Derby durch.

Ratingen. In einem wahren Derby werden scheinbar wichtige Aspekte verdrängt: Egal, wie erfolgreich die Saison bis dahin gelaufen ist, ein Erfolg oder eine Niederlage in diesem Prestigeduell zählt zumindest für eine kurze Zeit um Einiges mehr.

Für die beiden Handball-Verbandsligisten TuS Lintorf und TV Ratingen (Gruppe zwei) dürfte dieses Aufeinandertreffen gerade rechtzeitig gekommen sein, lenkte es doch von den aktuellen Problemen ab – und könnte sie im besten Fall vergessen machen. In einem umkämpften Spiel konnte sich am Ende der eigentliche Aufstiegsaspirant Lintorf durchsetzen, 26:22 (13:12) lautete das Endergebnis.

Dabei musste der TuS ohne einige Stammkräfte auskommen, prominentester Ausfall war der Coach Lars Biermann selber, der beruflich eingespannt war. Co-Trainerin Nadine Heinemann übernahm für diese Partie seine Rolle.

Auf der anderen Seite war zwar TVR-Coach Sven Esser anwesend, musste aber auch auf zwei wichtige Akteure verzichten. Mathias Gloyna und Tristan Beckmann konnten verletzungsbedingt nicht mitwirken – mit Konsequenzen: „Uns fehlten natürlich die Alternativen im Rückraum, wenn zwei Spieler auf dieser Position wegfallen“, so Esser.

Gäste kassieren siebte Niederlage in Folge

Nichtsdestotrotz konnte die erste Hälfte ausgeglichen gestaltet werden, erst nach dem Wiederanpfiff wurde Lintorf seiner Favoritenrolle gerecht. „Wir sind sehr schlecht aus der Kabine gekommen und waren dann teilweise acht Tore in Rückstand. Zwar konnten wir uns noch ’mal heran kämpfen, reichen sollte das aber nicht“, erläuterte der TVR-Coach, der mit ansehen musste, wie sein Team die siebte Pleite in Folge kassierte.

Voigtländer, Tobias Töpfer – Ziebold, Zündorf, Held, Büttner, Bagel, Bauerfeld Markus Soßalla, Osterc

Zuchowski, Pawlik – Chris Schweinsberg, Lohrenz, Gorris, Bertram, Julian Schweinsberg, Philipp Jochems, Björn Jochems, Hölzel, van den Berg, Pollak
 

Einen obligatorischen „Derby-Aufreger“ gab es auch noch, als fast alle nur noch auf den Schlusspfiff warteten. TuS-Leistungsträger Jonas Bagel kassierte eine rote Karte.

Diese Information drang sogar bis zum Trainer Biermann vor: „Mir wurde gesagt, dass es eine Fehlentscheidung war. Falls das der Fall ist, wäre das natürlich sehr bitter. Unsere Hoffnungen auf einen möglichen Aufstieg trübt das, aber aufgeben tun wir natürlich nicht.“ Bagels Sperre wird mindestens zwei Wochen dauern.

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