Aufsteiger SGL steckt die Ausfälle prima weg und kehrt mit einem 33:27-Erfolg aus Remscheid zurück.

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Die Oberhand behielt Stefan Wagener mit der SGL in Remscheid.

Die Oberhand behielt Stefan Wagener mit der SGL in Remscheid.

Dirk Thomé

Die Oberhand behielt Stefan Wagener mit der SGL in Remscheid.

Langenfeld. Die Voraussetzungen für einen Sieg von Handball-Oberligist SG Langenfeld bei der HG Remscheid waren denkbar ungünstig.

Christian Majeres musste wegen eines geschwollenen Fußgelenks passen, Niklas Körner, der in Gießen studiert, das dezimierte Aufgebot verstärken, und André Eich wurde schon nach vier Minuten von einem Schlag an die Schläfe (Verdacht auf Gehirnerschütterung) von den in vielen Situationen unfairen Gastgebern außer Gefecht gesetzt.

Umso eindrucksvoller war die Vorstellung der „Kernmannschaft“ von sieben Spielern, die einen 33:27 (17:8-Sieg) feierte.

Trainer Heino Kirchhoff, der nicht zu Übertreibung neigt, sprach von einer „grandiosen“ Leistung. „Wir haben nach einer hektischen Anfangsphase den Gegner jederzeit beherrscht, nachdem wir von 4:5 durch fünf Treffer in Serie auf 9:5 davonzogen.“

Die Remscheider rannten sich, wie ihre Ausbeute von nur acht Toren in Hälfte eins belegt, an der sicheren Deckung der SGL fest. Und im SGL-Angriff glänzten Spieler wie Fabian Düllberg mit neun, Vinzenz Preissegger und David Rosiak mit jeweils sieben Treffern.

Gäste schalten nach klarer Führung einen Gang zurück

Die SGL (14:4 Punkte/269:235 Tore) war vor dem Spiel gestern Abend zwischen Mettmann und Neuss (dauerte bei Redaktionsschluss noch an) Zweiter. Aldekerk (12:8/314:300) ist Fünfter.

Da Langenfeld Neuling und Aldekerk Absteiger ist, gab es kein Aufeinandertreffen.

Kapitän Stefan Wagener führte nach dem frühen Ausscheiden von Eich hervorragend Regie. Nach der 24:15-Führung (50. Minute) schalteten die Gäste einen Gang zurück, ohne jedoch zum Schluss noch in Gefahr zu geraten.

Mit 14:4 Punkten rückten sie sogar auf Platz zwei vor, da der Neusser HV erst am Donnerstagabend bei Mettmann-Sport spielte (Partie dauerte bei Redaktionsschluss noch an). SG Langenfeld: Hanke, Bremer – Preissegger (7), Rosiak (7/4), Düllberg (9) Justen (2), Nelte (2), Wagener (1), Körner (5), Felder, Schickhaus, Jechorek

Nach zwei Siegen in der „englischen Woche“ der Oberliga folgt nun der dritte Akt. Die SGL erwartet den Drittliga-Absteiger TV Aldekerk (Samstag, 18.30 Uhr, KAG-Halle), der am Dienstag Adler Königshof mit 25:26 unterlag.

„Das ist eine schnelle Truppe, der wir gerade in Bezug auf unser hohes Tempo auf Augenhöhe gegenüberstehen werden“, schätzt Kirchhoff. Fraglich ist, ob Eich spielen und auch Majeres wieder dabei sein kann. Die SGL ist jedoch entschlossen, den Dreierpack innerhalb von acht Tagen mit dem dritten Sieg perfekt zu machen.

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