Nach dem knappen 26:25-Erfolg in Radevormwald kündigt Trainer Heino Kirchhoff Konsequenzen an.

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Vinzenz Preissegger traf gegen die HSG Radevormwald/Herbeck – hier eine Szene aus dem Pokalspiel im Dezember – viermal.

Vinzenz Preissegger traf gegen die HSG Radevormwald/Herbeck – hier eine Szene aus dem Pokalspiel im Dezember – viermal.

Archiv Stefan Fries

Vinzenz Preissegger traf gegen die HSG Radevormwald/Herbeck – hier eine Szene aus dem Pokalspiel im Dezember – viermal.

Langenfeld. Was mag nur in den Verbandsliga-Handballern der SG Langenfeld vorgegangen sein, als sie bei der von vier verletzten Spielern geschwächten HSG Radevormwald/Herbeck aufs Feld gingen? Sie boten eine Partie, die eines Teams, das um die Meisterschaft kämpft, unwürdig war. Um ein Haar wäre diese mangelnde Einstellung bestraft worden. Die Langenfelder nahmen zwar - zum zweiten Mal in einem Auswärtsspiel - mit 26:25 (15:17) einen Sieg mit einem Tor Unterschied mit. Aber Trainer Heino Kirchhoff konnte sich darüber nicht freuen.

Die SGL-Abwehr lässt den Gegner zu oft ungehindert Tore werfen

Für Kirchhoff war eine solche Leistung einfach nicht nachvollziehbar. "In der ersten Halbzeit fehlte jede Härte in der Abwehr, die 17 Gegentore zuließ. Nach der Pause war es der Angriff, der über weite Strecken konfus und ohne Ordnung spielte. So geht es einfach nicht weiter", schimpfte Kirchhoff und kündigte Konsequenzen an.

Der Trainer ist heilfroh, dass im Nachholspiel am Donnerstag gegen Süchteln (20.15 Uhr Konrad-Adenauer-Halle, Langenfeld) mit Manuel Daun und Fabrice Voigt die zwei neuen Langenfelder Spieler mit Regionalliga-Erfahrung zum ersten Mal eingesetzt werden können. "Mit ihnen wird Ruhe und Ordnung in unser Spiel kommen."

In den ersten 30 Minuten in Radevormwald ließ die SGL-Abwehr die Gastgeber immer wieder kampflos zum erfolgreichen Abschluss kommen. Langenfelds Trainer stellte die Deckung um, und sie ließ im zweiten Abschnitt nur noch acht Treffer zu. Beim 19:18 (38.) gab es die erste Führung, doch fiel danach zehn Minuten lang auf beiden Seiten kein Tor. Konstruktiver Handball sieht anders aus.

Und auch danach ging die Zitterpartei weiter, weil die HSG den Ein- oder Zwei-Tore-Vorsprung der SGL immer wieder wettmachte. Kurz vor Schluss rettete Langenfelds Torwart Tobias Kottwitz, der einen Gegenstoß nach Ballverlust im SGL-Angriff parierte, den hauchdünnen Sieg.

Kottwitz - Majeres (2), Rosiak (2), Intfeld (3), Preissegger (4), Werkmeister (1), Klimke (4), Plaskocinski (2/1), Herff (4/1), Nelte (4), Wagener, Justen

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