Der TV Ratingen spielt am Freitagabend beim TV Kapellen.

Verzweifelt guckt Manfred Brunke zu seinem Spieler Phillip Hattig. Er kann die schlechte Leistung seiner Mannschaft nicht fassen.
Verzweifelt guckt Manfred Brunke zu seinem Spieler Phillip Hattig. Er kann die schlechte Leistung seiner Mannschaft nicht fassen.

Verzweifelt guckt Manfred Brunke zu seinem Spieler Phillip Hattig. Er kann die schlechte Leistung seiner Mannschaft nicht fassen.

Pierre Hohn

Verzweifelt guckt Manfred Brunke zu seinem Spieler Phillip Hattig. Er kann die schlechte Leistung seiner Mannschaft nicht fassen.

Ratingen. Bereits am Freitagabend, 20.15 Uhr, erwartet der TV Kapellen den TV Ratingen zum Kellerderby der Handball-Oberliga. Dass dieses Duell zu einem Überlebenskampf geworden ist, überrascht beide Teams selbst am meisten.

Denn Kapellen spielt schon seit Jahren im oberen Tabellendrittel der Oberliga mit, und auch der TV Ratingen hat sich in seinem Aufstiegsjahr sehr gut etabliert. Während es in Kapellen im Umfeld nicht rund läuft, sind die Probleme beim TV Ratingen eher hausgemacht und vollkommen unnötig.

Trainer Manfred Brunke beklagt schon seit Wochen, dass die Chemie innerhalb der Mannschaft nicht stimmt. An bestimmten Personen will diesen Missstand niemand festmachen. Aber es fällt auf, dass Christian Böcker und Philipp Hattig keine leicht zu händelnden Spielertypen sind.

Abteilungsleiter Thomas Oberwinster erklärt vor dem Spiel mit großer Sorge: "Wir spielen als Drittletzter beim Vorletzten. Die Lage ist also nicht nur ernst, sondern bereits bittererernst. Ich hoffe, dass die Spieler sich jetzt auf ihre ureigenste Aufgabe konzentrieren und alle Nebenskriegsschauplätze vergessen."

Dass Daniel Hattig wohl eher nicht mehr spielen wird, ist für Oberwinster bedauerlich: "Er wäre nicht nur ein wichtiger Spieler für uns. Aber mit seinen 33 Jahren ist der Daniel halt verletzungsanfällig. Das kann er sich beruflich nicht leisten. Das kann ich nachvollziehen, auch wenn ich ihn gerne noch zwei, drei Jahre für uns hätte spielen sehen", sagt der Abteilungsleiter.

Die Serie in Kapellen kann vom TVR durchbrochen werden

Das Hinspiel gewann der TV Ratingen mit 30:27. In Kapellen sah der TVR jedoch meist alt aus. Diese Serie kann durchbrochen werden, wenn die Mannschaft ihr wirkliches Potenzial abruft.

Dazu gehört auch, dass Kreisläufer Christian Böcker seine Nerven in den Griff bekommt. "Ich bin mal gespannt, ob den Worten auch Taten folgen. Solch eine rote Karte, die völlig gerechtfertigt war, wie sie vorige Woche Böcker bekommen hat, darf einfach nicht passieren", sagt Oberwinster. Personell hat Trainer Brunke keine Sorgen, sieht man einmal von Daniel Hattig ab. Ansonsten könnten alle spielen.

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