Gegen die SG Dülken muss der Vorletzte ME-Sport am Samstag unbedingt gewinnen. Dabei soll der Torjäger aus der 2.Mannschaft helfen.

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Moritz Hinnenthal, wie die Mettmanner Handballfreunde ihn kennen und schätzen: ein torhungriger und immer heißer Rückraumwerfer. (Archiv

Moritz Hinnenthal, wie die Mettmanner Handballfreunde ihn kennen und schätzen: ein torhungriger und immer heißer Rückraumwerfer. (Archiv

Dirk Thomé

Moritz Hinnenthal, wie die Mettmanner Handballfreunde ihn kennen und schätzen: ein torhungriger und immer heißer Rückraumwerfer. (Archiv

Mettmann. Markus Neusser, Trainer der Oberliga-Handballer von Mettmann-Sport lässt keinen Zweifel an der Bedeutung des Spiels seiner Mannschaft am Samstagabend gegen die SG Dülken (19.30 Uhr, Herrenhauser Straße): "Wir müssen gegen die Mannschaften aus dem Mittelfeld gewinnen, sonst steigen wir ab." Und die Dülkener gehören zu den Mannschaften im unteren Mittelfeld, die direkte Konkurrenten von Mettmann im Abstiegskampf sind.

"Dülken wird hoffen, dass wir so schlecht sind, wie sie glauben. Und wir hoffen, dass die Dülkener so verunsichert sind, wie wir erwarten."

Markus Neusser, Trainer ME-Sport

"Über die Bedeutung des Spieles müssen wir nicht sprechen", sagt Neusser. Allerdings war auch schon das vorige Spiel gegen den Bergischen HC nicht weniger bedeutend, und da haben sich die Mettmanner bei ihrer 18:35-Niederlage nicht so verkauft, als würden alle wissen, worum es geht. Neusser hat einen dicken Strich unter dieses Spiel gemacht. "Ich war mit mehreren Spielern nicht zufrieden."

Namen nennen will der Trainer aber nicht. "Warum sollte ich sie noch mehr verunsichern, wenn sie in den nächsten Spielen eingesetzt werden müssen und Leistung bringen sollen?"

Vielmehr handelt Neusser und holt mit Moritz Hinnenthal einen Rückraumspieler aus der 2.Mannschaft (Landesliga) ins Aufgebot gegen Dülken. Hinnenthal hatte sich nach einer Schulterverletzung in der Anfangsphase der vorigen Saison aus der Ersten verabschiedet.

Mittlerweile geht er wieder in der Zweiten auf Torejagd für Mettmann. Neusser, der eine Zeitlang die Landesliga-Mannschaft trainierte, ehe er Kalle Töpfer als Trainer in der Oberliga ablöste, hält große Stücke auf Hinnenthal: "Er hat mein volles Vertrauen. Er ist einer, der immer sofort im Spiel ist und für Gefahr aus dem Rückraum sorgen kann, die uns so fehlt."

Ansonsten kann der Trainer wieder auf seinen kompletten Kader (außer den langzeitverletzten Philipp Werner) zurückgreifen. Denn auch Christian Klein ist nach seinem Außenbandabriß im Fußgelenk wieder dabei. "Sicher ist er noch nicht wieder hundertprozentig fit, er wird aber spielen", erklärt Neusser.

Etwas angeschlagen sind auch noch andere Spieler, wie Abwehrspezialist Dominik Wittgens (Schulter) und Spielmacher Alex Graf (Hand). Aber in der schwierigen Situation von Mettmann-Sport müssen alle auf die Zähne beißen.

Sieben Niederlagen in Serie haben bei Dülken Spuren hinterlassen

Doch auch die Dülkener befinden sich in einer schwierigen Situation, wenn die Tabellensituation auch noch etwas besser als bei den Mettmannern aussieht: Sieben Niederlagen in Serie haben ihre Spuren hinterlassen.

"Einen handballerischen Leckerbissen dürfen wir sicher nicht erwarten", sagt Neusser. Er rechnet mit einem harten Kampf, dessen Ausgangsposition er einleuchtend umreißt: "Dülken wird hoffen, dass wir so schlecht sind, wie sie glauben. Und wir hoffen, dass die Dülkener so verunsichert sind, wie wir erwarten."

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