Bei der 25:48-Niederlage des TBW wird deutlich, dass die Spielerdecke einfach viel zu dünn ist.

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Der Verzweiflung nah: TBW-Trainer Jurek Tomasik musste zusehen, wie sein geschwächter Kader regelrecht vorgeführt wurde. (Archiv

Der Verzweiflung nah: TBW-Trainer Jurek Tomasik musste zusehen, wie sein geschwächter Kader regelrecht vorgeführt wurde. (Archiv

Simone Bahrmann

Der Verzweiflung nah: TBW-Trainer Jurek Tomasik musste zusehen, wie sein geschwächter Kader regelrecht vorgeführt wurde. (Archiv

Wülfrath. Wie groß Leistungsunterschiede innerhalb der Handball-Oberliga sein können, bekamen die Zuschauer am Sonntagnachmittag in Duisburg zu sehen. Im Spiel gegen Hamborn 07 war der TB Wülfrath in allen Belangen unterlegen. Mit 25:48 (8:23) wurde der TBW von starken Hamborner Löwen zerlegt, ließ dabei allerdings auch jede Gegenwehr vermissen.

Hamborn bietet eine regionalligareife Leistung

"Hamborn hat eine regionalligareife Leistung abgerufen, und wir haben wie ein Abstiegskandidat gespielt", resümierte der geknickte TBW-Trainer Jurek Tomasik. Dabei war seine Einschätzung der eigenen Leistung noch geschönt. Wülfrath hätte am Sonntag wohl gegen die meisten Verbandsligisten schlecht ausgesehen.

Der TBW nahm nach dem einzigen Ausgleich zum 1:1 die Rolle des bewundernden Zuschauers ein und ließ Hamborn schalten und walten. Selbst an einem für Wülfrather Verhältnisse, guten Tag hätte der Sieger nur Hamborn heißen können.

"Wir haben heute einfach Klasse-Handball gespielt", war Löwen-Bändiger Werner Enders sehr zufrieden mit seiner Mannschaft. Damit, dass es so einseitig und einfach laufen sollte, hatte er nicht gerechnet.

Dass der Hamborner Trainer seine offensive Abwehr nach dem Kantersieg besonders hervorhob, mag bei 48 geworfenen Toren fast wie Hohn für den Gegner klingen, spiegelt aber den Spielverlauf wider. Nur acht Treffer erzielte der Turnerbund in den ersten 30 Minuten.

Wer gedacht hatte, dass Hamborn nach der Pause die Zügel etwas lockern würde, sah sich getäuscht. Mit purer Spielfreude nagelten die Gastgeber ihre Gäste weiter an die Wand.

Mit einem überragenden Mirko Szymanowicz (10 Tore) spulte der Gastgeber seine Angriffskonzepte herunter und kam dann auch vermehrt zu Kontern, da Wülfrath sich längst seinem Schicksal ergeben hatte.

Moritz Blau erleidet kurz vor Ende des Spiels einen Nasenbeinbruch

Beim TBW macht sich offenbar der dünne, vom Verletzungspech gebeutelte Kader bemerkbar: "Irgendwann ist Ende. Wir sind an einem Punkt, da sind die Spieler ausgereizt und körperlich an ihren Grenzen", erklärte Trainer Jurek Tomasik.

Mit Hinkelmann, Ehlhardt und Dumschat standen über weite Strecken der Partie wieder drei A-Jugendliche auf dem Feld. Moritz Blau, der als Mittelmann völlig überfordert war, erlitt gegen Ende des Spiels auch noch einen Nasenbeinbruch.

Vielleicht kann der TBW aber bald zwei Neuzugänge für die Mission Klassenerhalt präsentieren, die heute zu einem Probetraining nach Wülfrath kommen.

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