Der Neuzugang des TB Wülfrath rüttelt die Mannschaft wach und ist maßgeblich am 31:30-Auswärtssieg gegen die SG Dülken beteiligt.

Marcel Gerard (ganz rechts) zeigte auch in der Abwehr eine klare Körpersprache und riss seine Nebenleute (hier Moritz Blau und Bodo Leckelt) mit.
Marcel Gerard (ganz rechts) zeigte auch in der Abwehr eine klare Körpersprache und riss seine Nebenleute (hier Moritz Blau und Bodo Leckelt) mit.

Marcel Gerard (ganz rechts) zeigte auch in der Abwehr eine klare Körpersprache und riss seine Nebenleute (hier Moritz Blau und Bodo Leckelt) mit.

André Helpensteller

Marcel Gerard (ganz rechts) zeigte auch in der Abwehr eine klare Körpersprache und riss seine Nebenleute (hier Moritz Blau und Bodo Leckelt) mit.

Wülfrath. Die Erwartungen beim TB Wülfrath waren vor dem Rückrundenstart eher gedämpft. Umso überraschender kehrte der Handball-Oberligist mit einem knappen 31:30 (15:15)-Auswärtssieg von der SG Dülken heim. Dabei konnte den mitgereisten Fans des TBW in den ersten zehn Minuten Angst und Bange werden. Mit 2:4 geriet Wülfrath in Rückstand, Patrick Vogt auf der Spielmacherposition vergab einen Siebenmeter und scheiterte im nächsten Angriff gleich nochmal. Spiel ohne Ball? Wieder Fehlanzeige.

Ein Ruck geht durch die Mannschaft, und plötzlich erwacht der TBW

Dann wechselte Co-Trainer Stefan Graedtke in der 10. Minute Neuzugang Marcel Gerard ein. Zudem rückte Martin Becker für Nijaz Boskailo ins Tor. Gerard hauchte dem bislang leblosen Team Leben ein. Er führte auf der Mitte glänzend Regie, brachte seine Nebenleute in Bewegung und agierte lautstark als Kopf der Mannschaft. Auf einmal wurden Spielzüge angesagt, und der Angriff kam endlich einmal zu den "einfachen" Toren.

Moritz Blau übernahm Verantwortung und brachte den TBW mit drei Treffern hintereinander 8:6 in Führung. In der Abwehr wurde vorbildlich gearbeitet. Bodo Leckelt agierte offensiv und harmonierte prächtig mit Bastian Kraus, der den rechten Rückraum der Gastgeber in Schach halten konnte.

"All das, was ich die ganze Zeit gefordert habe, haben die Jungs heute umgesetzt. Das war die mannschaftliche Geschlossenheit, durch die wir Erfolg haben werden", war Graedtke nach dem wichtigen Sieg überglücklich.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit steigerte sich die Mannschaft weiter, erarbeitete sich einen Sechs-Tore-Vorsprung, ehe Dülken nach acht Minuten seinen ersten Treffer zum 16:21 erzielen konnte. In einer hektischen Phase mit vielen Zeitstrafen machte es die Wülfrather Offensivabteilung noch einmal spannend. Bis auf 30:29 schmolz der Vorsprung.

Bodo Leckelt übernimmt in kritischer Phase die Verantwortung

In dieser Phase übernahm vor allem Spielertrainer Leckelt Verantwortung, traf und setzte seine Spieler gekonnt in Szene. "Vieles, was bisher gegen uns gelaufen ist, lief heute für uns. Es war eng, aber wir haben verdient gewonnen", sagte Leckelt erleichtert. Als Becker kurz vor Schluss den Ausgleich per Siebenmeter abwehren konnte, war der Erfolg perfekt.

Wenn nächste Woche das Derby gegen Mettmann auf dem Plan steht, erwarten die Kalkstädter neben einer vollen Halle mit Kreisläufer Michael Steffens von Rheinwacht Dinslaken einen weiteren Neuzugang. Seine Abmeldung bei seinem bisherigen Verein liegt vor, jetzt fehlt nur noch die Spielberechtigung.

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